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BI-Treffen am 09.01.

Wir möchten nochmals auf unser nächstes Treffen am Dienstag, den 09.01.2018 um 19 Uhr, im Cafe Bernstein (Fischbacher Straße 10, 90537 Feucht) hinweisen.

Folgende Tagesordnungspunkte stehen auf der Agenda:

1) Informationen zur BI „gegen die Waldzerstörung“;

2) Informationen zur Bundes-BI „Waldschutz“;

3) Fragen/Diskussion;

4) Aktion „5VOR12“ >>weiteres Vorgehen;

5) Aktion „Bayerische Landtagswahl“ >>weiteres Vorgehen;

6) Aktion „Brutzeit der Vögel“ >>weiteres Vorgehen;

7) Aktion „Umbau des Altdorfer Stadtwaldes“ >>weiteres Vorgehen;

8) Allgemeines/Ausblick/Veranstaltungen.

Unsere neuen Poster

Folie1

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können nach der Veranstaltung voraussichtlich ab der darauffolgenden Woche beim Werbecenter Lang am Marktplatz 1 (Eingang Altdorfer Str.), 90537 Feucht, in verschiedenen Größen als Plane, Plakat oder Flyer bestellt werden.

Termine

Unsere BI lädt am Dienstag, den 09.01.2018 um 19 Uhr, im Cafe Bernstein (Fischbacher Straße 10, 90537 Feucht), unserem Gründungsort, zur nächsten öffentlichen Versammlung. Wir werden über die Fortschritte und Aktionen aus den letzten Monaten berichten. Über eine rege Teilnahme, weitere Anregungen und eine fruchtbare Diskussion würden wir uns freuen.

Weiterhin organisieren wir am Dienstag, den 06.02.2018 um 19 Uhr, im Sportheim des 1. FC Altdorf (Weidentalstraße 10, 90518 Altdorf) einen Vortrag über das Thema Spannungsfeld Forstwirtschaft und Naturschutz, für den wir den 2. Vorsitzenden des LBV Nürnberg, Herrn Theodor Schmidtkunz, gewinnen konnten.

Das Leserportal wurde mit neuen Kommentaren ergänzt. Unter Foto-/Videodokumentation wurden interessante Links hinzugefügt.

Das Team der Bürgerinitiative gegen die Waldzerstörung bedankt sich für Ihr Interesse und die Unterstützung. Wir wünschen Ihnen Allen eine Frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ zu Gast bei Deutschlands berühmtesten Förster, Peter Wohlleben am 27.11.2017 in Wershofen/Eifel

Bei Peter Wohlleben am 27.11.2017 in Hümmel_

Wohlleben: “Staatswald”  ist immer noch BÜRGERWALD, und es besteht ein gesetzlich verankerter gesellschaftlicher Anspruch auf Schutz und Erholung!
– Schutz- Nutz- und Erholungsfunktion sind gleichwertig im Waldgesetz verankert!  Forstwirtschaft ist vom Gesetz her verpflichtet, den Wald in erster Linie zu schützen und für die Erholung zu erhalten – die Nutzungdarf nur untergeordnetes Zielsein oder ganz ausbleiben!

Der Sprecherkreis der Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ (Claudia Blank, Herbert Fahrnbauer, Dr.Dr. Roland Rippel und Eckhard Schulz) wurde von dem bekannten Bestsellerautor und Förster Peter Wohlleben zu einem ganztätigen Workshop nach Wershofen (Eifel) eingeladen. Im vollem Gemeindesaal trafen sich Sprecher von Waldschutzinitiativen aus ganz Deutschland, die alle die Sorge um ihren BÜRGERWALD einte und die sich Rat gegen kommerzielle und hochtechnisierte Waldbewirtschaftung durch staatliche Forstbetriebe erhofften.

Wohlleben begrüßte die Entstehung einer starken Bürgerbewegung. Die Holz- und Forstlobby hätte diese Entwicklung – insbesondere die Gründung der Bundesbürgerinitiative Waldschutz – fest im Blick und würden bereits aufrüsten durch forstliche Kommunikations-Schulungen zur Beruhigung der Bürger. Die BundesBürgerinitiative Waldschutz BBIWS wurde aufgrund der massiven Holzeinschläge im Nürnberger Reichswald  vom Sprecherkreis der BI „gegen die Waldzerstörung“  initiiert und letztendlich in Darmstadt gegründet. Die Mitglieder der Bundesbürgerinitiative Waldschutz, die ebenfalls an dem Workshop teilnahmen, kommen mittlerweile aus 11 Bundesländern, Tendenz steigend.

Ausgangspunkt für den ganztägigen regen Austausch zwischen den Teilnehmern und P. Wohlleben war folgendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts:

BVerfG, Urt. v.31.05.1990, NVwZ 1991,53:

“Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatswaldes, dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die Staatliche Forstpolitik fördert im Gegensatz zur Landwirtschaftspolitik weniger die Betriebe und die Absetzbarkeit ihrer Produkte, als vielmehr die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts.”

Hier stellte P. Wohlleben klar: “Statt Bewirtschaftung müsste es heißen: die Betreuung des Waldes …… auch ist der Wald genau genommen kein „Staatswald“, sondern immer noch „Bürgerwald“ und sollte nicht aus einer Gewinnerzielungsabsicht bewirtschaftet werden.“ Schwarze Zahlen würden genügen. Auch würden unabhängige übegeordnete Kontrollen fehlen: Forstwirtschaft hat es bis heute erfolgreich geschafft, gegen die Gesetze zu wirtschaften, denn das kontrolliert keiner bzw. sie kontrolliert sich selber!
Ein zentrales Thema des Workshops war die dort erfolgreich praktizierte naturnahe Bewirtschaftung des Waldes, insbesondere unter Berücksichtigung des Naturschutzes und der Erholungsfunktion des Waldes. So wird die Holzernte dort Ende Februar aus Rücksicht auf die Brut- und Aufzuchtzeiten eingestellt, und mit Rückepferden und mit Waldarbeitern waldverträglich Holz geschlagen.

W. widersprach der Behauptung, dass ein Wald “gepflegt” werden müsste durch den Menschen. Der Wald würde den Menschen nicht brauchen, passe sich immer wieder selbst den Gegebenheiten und Veränderungen des Klimas an, vorausgesetzt man lässt ihn in Ruhe und gibt ihm die nötige Zeit dazu. Der Klimawandel und die angeblichen Gefahren für den Wald, seien vorgeschoben, um ihn industrialisieren und nutzen zu können. Das allerwichtigste im Wald wäre, ihn in Ruhe zu lassen; ihn so wenig wie möglich durch Eingriffe zu stören!

Als großes Problem sah P. Wohlleben an, dass jungen Forstanwärtern in der Ausbildung nur unzureichend ökologisches Wissen beigebracht und kritisches Hinterfragen angeeignet würde. In erster Linie ginge es bei Staatlichen Förstern um Schaffung eines industriegerechten Waldes zur Holzproduktion. Dabei wären Förster dazu gesetzlich vepflichtet, den Wald zu schützen.

Auch ein Verbrennen von Holz bezeichnete P. Wohlleben (immerhin die Hälfte des geschlagenen Holzes) als unsinnig: Erneuerbare Energien durch Holzverbrennung würden das Klima nicht schützen – ganz im Gegenteil!

Weiter: „Wenn Forstwirtschaft  immer wieder von “nachhaltiger” und “ordnungsgemäßer” Forstwirtschaft spricht, baut sie darauf, dass Bürger es fachlich nicht beurteilen können. Dies sind Schlagworte, die zudem nicht definiertsind!“

Auch nannte P. Wohlleben typische Beispiele von Forstmärchen, wie den angeblich notwendigen “Schirmschlag” zum Zwecke der Naturverjüngung – einen Kahlschlag auf Raten, denn der Sozialverband der Bäume im Wald wird aufgelöst, eine Schwächung tritt ein, mehr Lichteinfall, junge Bäume wachsen in schlechter Qualität, dafür schnell und gerade nach oben und sind somit wiederum schnell zum ernten. – Ein Baumtrieb, der langsam und im Schutz seines Mutterbaumes heranwächst, braucht wesentlich länger, ist aber auch viel gesünder und widerstandsfähiger!

Die Eiche sei eine Lichtbaumart, deshalb müsse nicht um sie herum ausgeholzt werden, damit sie besser wachsen könne, und Buchen wären laut Forstwirtschaft “Bedrängerbäume”, die gefällt werden müssten, um Platz für die Eichen zu schaffen.

Durch Harvesterbefahrung verdichtete Böden – unabhängig von der Breite der Reifen und Minderungstechniken – zerstören diesen und die Bodenlebewesen laut P. Wohlleben bis in 2 m Tiefe durch tonnenschweres Gewicht und die Rüttelbewegungen des Motors irreparabel bis zur nächsten Eiszeit! Die Wasserspeicherfähigkeit ließe bis zu 95% nach, Bäume würden schlichtweg in heißen Sommern verdursten. Die Forstwirtschaft setze auf Bürgerberuhigung durch eine optische Spurbeseitung.

Dass Forstleute bei Waldarbeiten per Hand und Rückepferd gefährdeter wären, konnte P. Wohlleben ebenfalls nicht sehen, da die Sicherheit mit der Qualifikation des Forstpersonals und deren Arbeitsbedingungen „fallen und stehen“ würde.

Forstwirtschaft würde angeblich Rücksicht auf Höhlenbäume nehmen – Förster dürften in der Praxis Schwarzspechthöhlen schlagen, aber nicht die Gesamtpopulation gefährden. Wer kontrolliert dies?

Holz würde aus wirtschaftlichen Gründen ganzjährig geschlagen, weil Forstwerke den Sägewerken die kostenträchtige Lagerhaltung ersparen.

Auch sei die Douglasie kein geeigneter Baum in Hinblick auf die steigenden Temperaturen, zudem sei sie erwiesenermaßen besonders schädlingsanfällig, aber als schnellwachsende Baumart schnell zu Geld zu machen. P. Wohlleben setzt hingegen auf natürliche Naturverjüngung und ist gegen Neuanpfanzungen im Wald – P. Wohlleben: “Wer pflanzt ist ‚forstwirtschaftlich tot‘. Forstwirtschaft ist kein Naturschutz!”

Wohlleben ermutigte und bestärkte abschließend alle bürgerlichen Waldschützer/innen in ihrem Tun mit den Worten:

„Macht einfach weiter! Sagt immer wieder, wie es euch im Wald geht! Tretet auch für die Interessen der Förster ein, und sprecht aus, was diese nicht sagen dürfen!”

Mit besten umweltverbundenen Grüßen

Claudia Blank, BI „gegen die waldzerstörung“ (Bayern)


Veranstaltung am 02.10. mit MdL Markus Ganserer (B90/Die Grünen)

Am Montag, dem 02.10.2017, veranstaltete die BI (Bürgerinitiative) gegen die Waldzerstörung im Gasthof zur Linde in Lauf/Heuchling eine Informationsveranstaltung, deren Höhepunkt ein Gastvortrag des Landtagsabgeordenten und Forstexperten Markus Ganserer (B90/Die Grünen) mit anschließender Diskussion war.

Nach initialer Berichterstattung über die Aktivitäten der BI – unter anderem einen rege besuchten Informationsstand am Reichswaldfest des BN – sowie der Beteiligung an der Gründung der bundesweiten Initiative BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS), der inzwischen Teilnehmer aus elf Bundesländern angehören, hielt Markus Ganserer einen sehr informativen Vortrag über den Zustand des bayerischen Waldes und die Verflechtungen mit Politik und Wirtschaft.

Hauptproblematik hierbei ist der finanzielle Druck auf die Staatsforsten, möglichst viel Gewinn abzuwerfen. Dieser Zustand besteht seit der Forstreform 2005. Folge ist die Industrialisierung der Waldwirtschaft, die in übermäßigem großmaschinellen Einsatz und Stellenabbau in den Forstbetrieben resultiert.

Erkennbar wird dies für den Waldbesucher durch die vielen Rückegassen im Reichswald (und allen anderen von den Staatsforsten verwalteten Wäldern – mit Ausnahme weniger streng geschützter Flächen) mit reichlich Boden- und Vegetationszerstörung, massiver lokaler Holzentnahme, Umwandlung kleiner Waldwege in Forststraßen, auf denen sich manchmal aufgrund des Schotterauftrages kaum noch Radfahren lässt. Eine Erholung des betroffenen Waldes dauert hierbei oft Jahre, der Boden und die Vegetation der Rückegassen ist über Jahrzehnte auf Dauer geschädigt.

Dieser Zustand des Waldes wurde in der anschließenden Diskussion von den Zuhörern angeprangert, welche die gesetzlich verankerte Erholungsfunktion des Waldes für den Bürger – dem der Wald im Prinzip gehört, da die Staatsforsten nur eine Verwaltungsfunktion haben – missen lassen. In vielen persönlichen Gesprächen haben betroffene Waldbesucher auf dem Reichswaldfest und im Rahmen der Aktionen der BI diesen Eindruck bestätigt und ihr Leid geklagt. Anstatt erholt vom Spaziergang oder Waldbesuch nach Hause zu kommen, mache sich nur Ärger breit.

Hier bot Markus Ganserer eine positive Alternative an: wenn man auf den Gewinn der Staatsforsten verzichten würde, wie es in der Zeit vor der Forstreform war, würde man damit nicht nur auf die wirtschaftliche Nachhaltigkeit, sondern auch auf die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes achten. Die Massenentnahme des Holzes mit riesigen Holzpoltern an den Waldwegen und lokaler Waldverwüstung würde einer flächigeren und schonenderen Abholzung weichen (bei ausreichender Sicherung des Holzbedarfes). Der Einsatz von Großmaschinen mit häufig unterbezahlten ausländischen Arbeitern könnte lokalen Firmen weichen, und die Forstämter könnten ihr Personal wieder aufstocken – mit Festanstellung statt Zeitverträgen – welches den Wald wieder wie früher täglich aufsuchen und bewirtschaften könnte, ohne durch den finanziellen und personellen Druck gezwungen zu sein, tagelang im Büro am Computer zu verbringen, während ein Subunternehmer zum günstigsten Angebotspreis im Wald sein Schadenswerk vollbringt.

Bei einem Gewinn der Staatsforsten mit Hilfe der Waldindustrialisierung von derzeit 2-10 Euro pro bayerischem Bürger im Jahr sollte uns Allen die Reform der Forstreform dies wert sein.

Am Montag, dem 02.10.2017, veranstaltete die BI (Bürgerinitiative) gegen die Waldzerstörung im Gasthof zur Linde in Lauf/Heuchling eine Informationsveranstaltung, deren Höhepunkt ein Gastvortrag des Landtagsabgeordenten und Forstexperten Markus Ganserer (B90/Die Grünen) mit anschließender Diskussion war. Nach initialer Berichterstattung über die Aktivitäten der BI – unter anderem einen rege besuchten Informationsstand am Reichswaldfest des BN –… Weiterlesen Veranstaltung am 02.10. mit MdL Markus Ganserer (B90/Die Grünen)


Nächstes öffentliches Treffen am 02.10.2017 um 18 Uhr

Treffpunkt:

Gasthaus Zur Linde-Wollnersaal
Familie Hölzel
Neunkirchener Straße 6
91207 Lauf-Heuchling.

Programm:

18 Uhr – Zusammentreffen, Informationen über die neuesten Entwicklungen.

19 Uhr – Podiumsdiskussion mit Grünen-Politiker Markus Ganserer (MdL) zu Fragen

rund um den Wald, Moderation Herbert Fahrbauer (BI-Sprecher).

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Treffpunkt: Gasthaus Zur Linde-Wollnersaal Familie Hölzel Neunkirchener Straße 6 91207 Lauf-Heuchling. Programm: 18 Uhr – Zusammentreffen, Informationen über die neuesten Entwicklungen. 19 Uhr – Podiumsdiskussion mit Grünen-Politiker Markus Ganserer (MdL) zu Fragen rund um den Wald, Moderation Herbert Fahrbauer (BI-Sprecher). Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.


Neue bundesweite Bürgerinitiative unter Beteiligung der BI gegen die Waldzerstörung gegründet

Bundesinitiative Waldschutz gegründet

„Nicht tatenlos zusehen, wie unsere Wälder in Deutschland ausgebeutet werden!“

Ein Dachverband der Waldschutz-Bürgerinitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet hat sich Anfang Juli 2017 in Darmstadt (Hessen) gegründet.

Nach Ansicht der Bundesinitiative ist im deutschen Wald „eine neue und sehr gefährliche Entwicklung erkennbar.“ Seit den Reformen der Landesforstverwaltungen sei zunehmend eine „holzfabrik-mäßige“ Nutzung der Wälder vor den Gemeinwohlfunktionen in den Vordergrund gerückt. Ausdruck dieser Entwicklung sei u. a. ein stark verdichtetes System von Holzrückegassen und Forststraßen. Die dabei eingesetzten Erntemaschinen würden die empfindlichen Waldböden irreparabel verdichten. Die gesetzlich festgeschriebenen Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes hätten dabei stark an Bedeutung verloren. „Die eklatanten Defizite an wirklich alten Wäldern mit ausreichenden Totholzmengen als Lebensraum und zur Sicherung der Artenvielfalt lassen sich“, so ein Sprecher der Bundesinitiative, „mittlerweile auch durch die Daten der Bundeswaldinventur eindeutig belegen.“

Wälder ohne Schutz

Moniert werde vor allem der mangelnden Schutz der Wälder in Deutschland. Die Fläche, auf der aus Naturschutzgründen keine Nutzung mehr zulässig sei, umfasse nicht einmal zwei Prozent der deutschen Waldfläche. Selbst in unter Naturschutz gestellten Waldbeständen werde weiter intensive Holznutzung betrieben. „Unsere Wälder sind schutzlos einer industriemäßigen Forst- und Holzwirtschaft ausgeliefert,

für die allein der Preis von Wäldern zählt, nicht aber deren Wert. Der Naturschutz erweise sich als ein zahnloser Bürokraten-Tiger, gerade gut genug, um hier und da noch als grünes Feigenblatt herzuhalten.

Da in nahezu allen Bundesländern die gleiche Problematik in Sachen Waldwirtschaft zu beobachten sei, könne die Initiative nicht mehr länger tatenlos zusehen, „wie unsere Wälder immer mehr ausgebeutet werden und das Prinzip der Nachhaltigkeit auf der Strecke bleibt.“ Es sei allerhöchste Zeit für ein schnelles Umdenken und Umlenken sowie für eine eingehende Überprüfung der Bewirtschaftungsgrundsätze. „Wir brauchen dringend einen grundlegenden Politikwechsel im deutschen Wald“, so der BI-Sprecher.

Politikwechsel gefordert

Die Bundesinitiative Waldschutz fordert daher, „den seit über zehn Jahren mit der Forstreform beschrittenen Weg umgehend zu verlassen.“ Staatliche Forstbetriebe dürften nicht länger vornehmlich erwerbswirtschaftlich und profitorientiert wirtschaften. Der Wald sei mehr als nur ein Holzlieferant. Sein Schutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der öffentliche Wald sei zudem Bürgerwald. Die Bürger hätten dort ein Recht auf Information und Beteiligung. Dieses werde jedoch von den staatlichen Forstbetrieben systematisch verweigert.

Ein Katalog mit Forderungen hat die Bundesinitiative kürzlich an die Bundesumweltministerin Hendricks sowie an den für Forsten zuständigen Bundesminister Schmidt gesendet. Darin plädiert die Initiative u. a. für eine dauerwaldartige, ökogerechte Bewirtschaftung des öffentlichen Waldes nach dem so genannten „Lübecker Modell“.

Der Name der Initiative lautet

Bundes-Bürgerinitiative für den Waldschutz

Gemeinsam stark für unseren Wald

Bundesinitiative Waldschutz gegründet „Nicht tatenlos zusehen, wie unsere Wälder in Deutschland ausgebeutet werden!“ Ein Dachverband der Waldschutz-Bürgerinitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet hat sich Anfang Juli 2017 in Darmstadt (Hessen) gegründet. Nach Ansicht der Bundesinitiative ist im deutschen Wald „eine neue und sehr gefährliche Entwicklung erkennbar.“ Seit den Reformen der Landesforstverwaltungen sei zunehmend eine „holzfabrik-mäßige“ Nutzung… Weiterlesen Neue bundesweite Bürgerinitiative unter Beteiligung der BI gegen die Waldzerstörung gegründet


Gleiche Problematik bundesweit

Aufgrund massiver Baumfällarbeiten mit konsekutiver Bodenzerstörung wurde im Januar bei Weimar (Thüringen) die Bürgerinitiative(BI) proEttersberg ins Leben gerufen. Die Parallelen zum Vorgehen in unserem Reichswald sind unübersehbar.

Unser Bestreben, eine bundesweite BI ins Leben zu rufen (erstes gemeinsames Treffen am 01.07. in Darmstadt), sehen wir dadurch bestärkt.

Auszug aus der Thüringer Allgemeinen Zeitung vom 21.06.:

http://weimar.thueringer-allgemeine.de/web/weimar/startseite/detail/-/specific/Kulturwald-auf-dem-Weimarer-Ettersberg-1774027331

Aufgrund massiver Baumfällarbeiten mit konsekutiver Bodenzerstörung wurde im Januar bei Weimar (Thüringen) die Bürgerinitiative(BI) proEttersberg ins Leben gerufen. Die Parallelen zum Vorgehen in unserem Reichswald sind unübersehbar. Unser Bestreben, eine bundesweite BI ins Leben zu rufen (erstes gemeinsames Treffen am 01.07. in Darmstadt), sehen wir dadurch bestärkt. Auszug aus der Thüringer Allgemeinen Zeitung vom 21.06.:… Weiterlesen Gleiche Problematik bundesweit


Nächstes Treffen der BI

am 30.05. im Waldgasthof am Letten, Letten 13 in 91207 Lauf mit Gastreferent G. Eitler (Forstmeister i.R.) Beginn 19 Uhr.