Aktualisierung vom 25.09.2018

Themen:

 

  1. BI beim Tag der Regionen am 30.09. in Ezelsdorf vertreten.
  2. Sie erhalten keinen Newsletter mehr?
  3. Neuigkeiten auf der Homepage der Bundes-BI (BBIWS).

 


 

1.

 

Tag der Regionen am 30.09. in Ezelsdorf/Burgthann.

 

Der bundesweite stattfindende Aktionstag bietet ein „Schaufenster in die Region“. Es geht darum, den Veranstaltungsort und die Vielfalt an regionalen Initiativen und Produkten, Handwerk, Dienstleistungen und Kultur oder regionales Engagement lebendig zu präsentieren.

Unsere BI ist in der Heischbühlstraße am Stand 14 (gelber Bereich) vertreten. Es wurde zwar leider vergessen, uns im Flyer aufzuführen, jedoch sind wir am Ende der Straße zu finden.

Neben reichlich Informationen und persönlichen Gesprächen an unserem Stand bietet Claudia Blank ein ausgefeiltes Kinderprogramm an.

Wenn Sie folgenden Link anklicken, gelangen Sie zum Flyer der Veranstaltung:

https://burgthann.de/download/aqo0hrvjlcstckbfaigqujkq8qq/FlyerTDR_2018.pdf?ITServ=agccpqb30q92akrb31e6l589cfj

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!


 

2.

Wie im letzten Newsletter vom 08.08.2018 berichtet, mußten wir Alle, die sich auf unseren Aufruf nicht gemeldet haben, aus unserem Verteiler entfernen.

Falls Sie unsere Benachrichtigungen wieder erhalten möchten, können Sie sich jederzeit wieder anmelden:

7C3A4435

Einfach den Cursor (Pfeil) rechts auf die grüne Fläche bringen, dann werden Sie aufgefordert, Ihre e-mail-Adresse einzugeben.

Anschließend können Sie sich amelden.

Wir freuen uns auf Sie!


 

3.

Unter dem Link

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de

finden Sie viele Neuigkeiten unserer bundesweiten Vereinigung, sowie aller beteiligten Bürgerinitiativen.

Aktualisierung vom 08.08.2018

Themen:

 

  1. Datenschutzgesetz.

  2. Nächstes Treffen  der BI gegen die Waldzerstörung am 21.08.

  3. In eigener Sache.

  4. Leserbrief von Eckhard Schulz zur Ortsbegehung in Pyrbaum.

  5. Zusammenfassung von Herbert Fahrnbauer  zum „Hilferuf aus Pyrbaum“

  6. Sehr aktuelles Thema: Artikel „Trockene Wälder aus der Luft im Blick“ von Claudia Blank.

 


 

1

Liebe Unterstützer, um mit dem Datenschutzgesetz nicht in Konflikt zu geraten, bitten wir Sie, uns eine kurze Nachricht auf unsere e-mail-Adresse (info@bi-gegen-die-waldzerstoerung.org) zukommen zu lassen, daß Sie einverstanden sind, weitere Newsletter und Updates von uns zu erhalten.
Ein ja ohne jeden weiteren Text ist vollkommen ausreichend.
Ansonsten gehen wir davon aus, daß Sie nicht weiter benachrichtigt werden möchten und streichen Sie aus unserem Verteiler.
Falls Sie sich im Urlaub befinden oder längere Zeit abwesend sein sollten, können Sie sich jederzeit wieder auf unserer Homepage anmelden.

 

2

Wir planen unser nächstes öffentliches Treffen am 21.08. an unserem Gründungsort im Cafe Bernstein in Feucht um 19:30 Uhr (Fischbacher Straße 10, 90537 Feucht).

Dort werden wir Sie über die aktuellen Neuigkeiten und Aktivitäten unserer BI und bundesweit unterrichten.
Weiterhin möchten wir mit Ihnen die weitere thematische Ausrichtung der BI gestalten. Aus diesem Grund bitten wir um zahlreiches Erscheinen.

3

Da die zunehmenden Aufgaben und Tätigkeiten uns zeitlich sehr auslasten, bitten wir Interessierte, die uns unterstützen möchten, bei dem Treffen zu erscheinen. Spezielle Fähigkeiten sind dafür nicht vonnöten.
Hierbei geht es um Organisationstätigkeiten, Teilnahme/Vertretung an Veranstaltungen, Verteilung von Informationsmaterial etc.
Weiterhin benötigen wir für Ausstellungen im Außenbereich (wie z.B. in Bamberg) ein Zelt zum Schutz und besseren Darstellung unseres Bildschirms, etwa in den Maßen 3×3 oder 3×4 m. Falls jemand ein derartiges Zelt wenige Male im Jahr für ein paar Tage zur Verfügung stellen kann, oder auf Dauer nicht mehr braucht, wären wir sehr dankbar, wenn Sie es uns zur Verfügung stellen könnten.

4

Leserbrief zum Artikel “Autobahnen2 im Wald sorgen für Zunder vom

24.7.2018

Ich war wohl auf einer anderen Veranstaltung. Eigentlich sind die Forstmitarbeiter
der Staatsforsten zu bedauern, denn sie sind die absolut weisungsgebundene
Befehlsempfänger, ihnen bleibt kein Handlungsspielraum in Ihrer Tätigkeit im
Wald. Das legte die CSU mit der Forstreform 2005 fest. Der weichgespülte Bericht
enthält vor allem die mit Worthülsen gespickten Rechtfertigungen des
bayerischen Staatsforstes. Zu gezielten kritischen Fragen gab es nur
ausweichende und unverständliche Erklärungen bzw. konnten gar nicht gestellt
werden. Warum z.B. hält der Staatsforst die Selbstverpflichtung von 30 Meter
Rückegassenabstand nicht ein? Wie hoch ist der Verlust an Produktionsflächen
durch diese Rückegassen? Und wieviel Festmeter Holz können dadurch nicht
mehr nachwachsen? Wie hoch sind die Wurzel-Schäden an den Randbäumen der
Rückegassen? Es ist nicht nachvollziehbar, daß wir unsere Wälder für den Export
derart ramponieren. Vor dem Gesetz sind wir alle gleich. Warum aber darf dann
der Forst während der Vogelbrut- und Aufzuchtzeit in den Wäldern ungehindert
wüten, während jeder andere Bürger strafrechtlich verfolgt wird? Diese rechtliche
Ungleichbehandlung ist ebenso nicht hinnehmbar wie die Tatsache, daß die
Staatsforsten 145.000 ha Rückegassen kahl schlagen und trotzdem keine
entsprechenden Ausgleichsmaßnahmen, sprich Aufforstungen, durchführen
müssen, wozu sonst jeder Bürger rechtlich verpflichtet ist. Und ein letzter
Gedanke: Die allein wirtschaftliche, sprich auf Gewinnmaximierung getrimmte
Ausbeutung des Waldes, entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben. Das
Bundesverfassungsgericht bestätigte dies und urteilte bereits 1990:
„Die Bewirtschaftung des Korperschafts- und Staatswaldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die staatliche Forstpolitik fordert im Gegensatz zur Landwirtschaftspolitik weniger die Betriebe und die Absetzbarkeit ihrer Produkte als vielmehr die Leistungsfahigkeit des Naturhaushalts“
(BVerfG, Urt. v. 31.05.1990, NVwZ 1991, 53)
Es ließe sich ein leicht veränderter Text von Horst Stern hinzufügen:“ Der Forst kennt von allem den Preis aber von nichts den Wert.“
Eckhard Schulz

5

Hilferuf aus Pyrbaum, Verwüstungen am Stachelweiher (Einladung durch Sigi Hauff, Christine Garibasch)

Vertreter der BI „gegen die Waldzerstörung“  (E.Schulz, H.Fahrnbauer) unterstützten die betroffenen Bürger vor Ort bei der Diskussion mit den verantwortlichen Forstleuten der Bayerischen Staatsforsten (die Herren M. Schafferhans, B.Wallraff) im Waldgebiet am Stachelweiher. Bei der Diskussion wurden folgende Punkte im Detail angesprochen:

  • Planung der Holzerntemaßnahmen:In der Diskussion zeigte sich, dass die entscheidenden und damit maßgeblichen Planungskriterien für die durchzuführende Holzernte im Wesentlichen durch den aktuell zu erzielenden Holzpreis, den zu verarbeitenden Holzbedarf der Sägewerke, die Einhaltung der aktuell verhandelten Verträge mit den Subunternehmern und deren Auslastung/Verfügbarkeit bestimmt werden. Aus der Sicht der BI werden so wichtige Kriterien wie beispielsweise Einflüsse der sensiblen Bodenstruktur, des Wetters und der Jahreszeit (Temperatur, Regen, etc.), Rücksichtnahme auf Vogelbrutzeiten, Naturschutz und Erholungsfunktion Wald dabei nur mit einer sehr geringen Priorität berücksichtigt. Dies wurde auch bei den durchgeführten Holzerntemaßnahmen am Stachelweiher so gehandhabt, wo man davon ausging, dass der bekanntermaßen sensible Boden keinen Schaden erfährt, da er bei einer vergleichbaren Maßnahme in der Vergangenheit auch keinen Schaden erfahren hat.
  • Rückegassen:Den Rahmen für dieHolzerntemaßnamen bilden verschiedene Richtlinien und Verordnungen, in denen beispielsweise die Abstände der einzelnen Rückegassen zueinander festgeschrieben werden. Nach Ansicht der BI liegen die Abstände der Rückegassen häufig unter den von den Bayerischen Staatsforsten genannten 30 Metern, die tatsächlichen Abstände liegen in der Regel zwischen 17 und 25 Metern. Das in den Rückegassen verteilte Reisig dient nach Aussage der Forstleute dazu, den Boden vor den schweren Erntemaschinen zu schützen. Diese „staubtrockenen“ Reisig-mengen stellen nach Ansicht der BI gerade bei der derzeitigen länger andauernden Trockenperiode eine große Gefahr für die Entstehung von Waldbränden dar. Dies wurde von den Vertretern des Forstes so nicht gesehen, mit dem Hinweis auf einen Waldbrand in 10 Jahren. Die Vertreter der BI wiesen in diesem Zusammenhang auch nochmals deutlich auf die drastische Reduzierung der Waldfläche durch die angelegten Rückegassen hin, da auf den Rückegassen auch längerfristig kein Baum mehr wächst. Die Ursache dafür liegt insbesondere am Einsatz der schweren Erntemaschinen (Forwarder), die die Bodenstruktur  nachhaltig zerstören und das Wurzelwerk der angrenzenden Bäume erheblich schädigen.
  • Totholz:Die Bedeutung des stehenden und liegenden Totholzes im Wald hinsichtlich der Artenvielfalt (Höhlen für Spechte, Fledermäuse, Insekten) konnte von den Forstleuten nur bestätigt werden. Bei der Begehung konnte aber kein stehendes oder liegendes Totholz (alte abgestorbene Bäume) gesichtet werden.
  • Horstbäume:Die Frage der BI nach der Anzahl der tatsächlich vorhandenen Horstbäume im Revier konnte von den Forstleuten leider nicht beantwortet werden. Sie wiesen darauf hin, dass es dazu in naher Zukunft eine detailliertere Untersuchung geben wird.
  • Naturschutz und Erholungsfunktion des Waldes:Die BI unterstrich nochmals deutlich, dass neben der wirtschaftlichen Nutzfunktion des Waldes mit dem Fokus auf maximaler Holzernte insbesondere auch dem Naturschutz und der Erholungsfunktion des Waldes ein wesentliches Gewicht eingeräumt werden müssen. In diesem Zusammenhang sieht die BI aktuell eine Verteilung von mehreren 100% bei der Holzernte und jeweils 0% beim Naturschutz und der Erholungsfunktion. Die Antwort „Ja“ auf die Frage „ob denn der Wald jetzt in diesem Zustand für die nächsten 10 Jahre so bleibt“ bestätigt den Eindruck der BI. Der Hinweis der BI auf das „Insektensterben“ und den deutlichen Rückgang der Artenvielfalt wurde von den Forstleuten mit dem Hinweis auf die Landwirtschaft als Verursacher beantwortet.
  • Qualität der Holzernte:Angesichts der enormen Größe der Forstreviere und einer möglichst kostengünstigen Vergabe der Holzerntemaßnahmen an Subunternehmer bezweifelte die BI die Qualität der durchgeführten Holzerntemaßnahmen. Die Forstleute wiesen in diesem Zusammenhang auf ein Punktesystem zur Bewertung der Subunternehmer hin.
  • Waldbewirtschaftung:Die Frage der Bayerischen Staatsforsten nach einem besseren Bewirtschaftungsmodell wurde von der BI mit dem Hinweis auf das „Lübecker Modell“ beantwortet.
  • Ausblick:Für den Oktober 2018 ist ein weiteres Gespräch geplant, zu dem Herr Hauff einladen wird.

 

Herbert Fahrnbauer

6

Waldbrandgefahr durch Intensiv-Forstwirtschaft im Nürnberger Reichswald

Infolge des Klimawandels nehmen Waldbrände und Wetterextreme besorgniserregend zu. Immer öfters wird die höchste Gefahrenstufe 5 ausgerufen und Luftbeobachtungen durchgeführt. Im Hinblick auf den zunehmenden Dürrestress im Reichswald ist die hochtechnisierte Holzindustrie unverantwortlich. Trotz extremer Wetterlage betreiben die Bayerischen Staatsforsten eine ganzjährige Holzernte, ohne Rücksicht auf Witterung und Bodenverhältnisse, wie derzeit wieder im Sebalder Reichswald beim Hinteren Steinberg. Dort wurden bei einer weiteren großflächigen Durchforstung mit schwersten panzerartigen Fahrzeugen in dichten Abständen die üblichen Rückegassen geschlagen, Boden verdichtet und das Kronendach weitreichend aufgerissen. Die Summe aller Rückgassensysteme und aller Forststraßen, die für schwereTechnik immer breiter werden, wirken sich aber auf das Waldinnenklima negativ aus. Extremwetterlagen wie Hitze- und Trockenperioden werden dadurch viel schlechter abgepuffert. Der Wald wird in Zeiten des Klimawandels zusätzlich geschwächt. Durch die intensiven Eingriffe und Auflichtungen in und entlang der Rückegassen, wird das natürliche feuchte Waldinnenklima beseitigt, und die Wälder durch steigende Temperaturen trocken und brennbar gemacht. Das auf den Rückegassen aufgetragene konzentrierte Reisig kann bei einem Waldbrand als Katapult für Bodenfeuer dienen und zu einem kaum bekämpfbaren Kronenfeuer auswachsen, das sogar große Schneisen überspringt. Die freien langgezogenen Schneisen fungieren als Windkanal und können im Brandfall Glut und Flammen bei einfahrendem Wind noch befeuern. Rückegassenbr.nde sind extrem schwer zu bekämpfen. Hinzu kommt, dass der verdichtete Boden in den Gassen bei Extrem-Niederschlägen kein Wasser mehr speichern kann und dieses durch raschen Ablauf die Hochwassergefahr erhöht. Dabei hat der Waldboden eine besondere Funktion in Hinblick auf den Feuchtigkeitshaushalt und für unser Trinkwasser. Diese Wasservorräte sind aber elementar, um auch nach längerer Trockenzeit Pflanzen, Quellen und Bäche mit Wasser versorgen. Den Waldboden auf 20-30 Prozent der Fläche vorsätzlich für Erntezwecke zu schädigen, ist daher nicht nachvollziehbar im Hinblick auf die steigenden Temperaturen. Auch Harvesterbrände durch technische Defekte sind keine Seltenheit, wie zum Beispiel 2017 in Fischbach, als infolgedessen 200 qm Wald verbrannten. In Anbetracht dieser Gefahren durch den Einsatz von Schwertechnik in den öffentlichen Wäldern, sollte Holzernte wieder durch kleinere Forstmaschinen, Waldarbeiter und Rückepferde bodenschonender gemacht werden.

Claudia Blank

 

Weiterhin möchten wir Sie auf viele weitere aktuelle Themen und Beiträge auf der Homepage unserer Bundes-BI (http://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de),                                   sowie aller weiteren Partner-Initiativen, die auf der Seite gelistet sind, hinweisen.

 

Ihr Team der BI gegen die Waldzerstörung

 

 

Aktualisierung vom 11.7.2018

Themen

  1. Hilferuf aus Pyrbaum: Verwüstungen am Stachelweiher.
  2. Rückblick auf die 5 vor 12 Wanderung am Bodenlehrpfad Kalchreuth am 10.06.
  3. Zeitungskommentar von Claudia Blank zur Schönmalerei der Staatsforsten.
  4. Bericht zur Demo für den Bamberger Hauptsmoorwald.

 

1

Frau Garibasch sandte uns einige Fotos und einen Zeitungsartikel über die Tätigkeiten der Staatsforsten in einem Waldstück bei Pyrbaum am alten Kirchenweg, welche von einem Subunternehmer durchgeführt wurden.

Nachdem der Wald in diesem Gebiet über 30 Jahre wohl verschont blieb, schlugen die Staatsforsten am Vatertag umso zerstörerischer zu. Erschwerend kam hinzu, daß die Arbeiten in einem wasserreichen, sensiblen Gebiet durchgeführt wurden.

Page 6, object 28

Hierbei wurden die üblichen Fehler gemacht, auch wenn sie durch Ausnahmeregelungen legalisiert sein sollten:

  • die Abstände der Rückegassen, die 30 m betragen sollten, wurden nicht selten auf 22 m reduziert.
  • Fällungen während der Brutzeiten.
  • Feuchte Wege, auf denen die Harvester geradezu Gräben hinterließen, die inzwischen von den Staatsforsten mit Schotter und lokalem Meterial verfüllt wurden.

Page 3, object 17

Page 5, object 25

Zum Größenvergleich können Sie das Mountain-Bike in dem Graben heranziehen.

Die Liste der Schäden könnte man in bekannter Manier fortführen.

Da der Zeitungsartikel über die starken Verwüstungen in Teilen des Pyrbaumer Walds am Stachelweiherund  reichlich öffentliches Interesse hervorrief, organisiert Herr Hauff von der Ortsgruppe der Grünen in Pyrbaum eine Ortsbegehung am Stachelweiher in Pyrbaum am Montag, den 16.07. um 17 Uhr, um allen Beteiligten den bestmöglichen Informationsstand zu geben und einer Aufklärung näher zukommen. Interessierte sind willkommen!

Eingeladen werden neben Pressevertretern auch weitere Sachverständige für Forstwirtschaft.

Parkmöglichkeit an der NM6 Pyrbaum Richtung Allersberg, ca 1 km nach Ortsende (siehe Bild)

Vertreter unserer BI werden vor Ort sein und stehen bei Fragen und Unterstützungswünschen zur Verfügung!

 


 

2

Nachfolgend der Bericht von unserem BI-Bodenexperten Prof. Dr. A. Skowronek zu unserer 5 vor 12 – Wanderung am 10.6. am Bodenlehrpfad bei Kalchreuth.

Neben den vielen fachlichen Neuigkeiten, die sehr verständlich und unterhaltsam vermittelt wurden, beeindruckte mich die Tatsache, wie lange es dauert, bis die sehr dünne und verletzliche obere Bodenschicht für ihre Entstehung braucht. Dadurch wurde mir erst klar, wieso es bis zur nächsten Eiszeit dauert, bis die von den schweren Erntemaschinen geschädigte Bodendecke braucht, um zu regenerieren.

 

Holzernte und Bodenschutz im Sebalder Reichswald:

Bodenbefahrbarkeit und Bodenfruchtbarkeit

Protokoll zur zweiten„5VoR12-Wanderung“

unter der Reihe

„Der Reichswald – staatlicher Holzacker oder Bürgerwald und Lebensraum?“

der Bürgerinitiative gegen die Waldzerstörung

Sonntag, 10. Juni 2018, 10-13 Uhr

von

 Armin Skowronek

[askowronek@uni-bonn.de, www.boden.uni-bonn.de]

 Boden ernährt uns – und den Wald. „Dabei gilt der Boden als fruchtbar, wenn er eine standortsspezifische, artenreiche, biologisch aktive Lebensgemeinschaft, eine typische Bodenstruktur sowie eine ungestörte Abbaufähigkeit der Vegeteationsrückstände aufweist. Das Wachstum und die Qualität der Pflanzen sollen nicht beeinträchtigt werden. Auf den Wald bezogen muss die Selbsterhaltung der standortstypischen Lebensgemeinschaft Wald mit Naturverjüngung nachhaltig gewährleistet werden. Nur natürliche Faktoren dürfen das Wurzelwachstum der standortsgerechten Baumarten beeinträchtigen.“ – so der Leitsatz des Bodenschutzes in der Schweiz (Lüscher et al.2008, S. 19).

Es galt, die hochmechanisierteHolzernte in den Bayerischen Staatsforsten hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeitin den Rückegassen, die zur produktiven Holzbodenflächedes Waldes gehören, einschätzen zu lernen. Dazu wurden 6 Profilgruben des Bodenlehrpfads Kalchreuth-Wolfsfelden [siehe: www.lfu.bayern.de/boden/bodenlehrpfade] und ei-nige am selben Weg gelegene, ältere Rückegassen aufgesucht.

Die Bodenbefahrbarkeitwurde an zwei Merkmalen festgemacht: an der organischen Substanz(organische Auflagen + Humusformen) und an der Korngrößenzusammensetzungdes Mineralbodens (A-, B- u. C-Horizont). Deren Eigenschaften bestimmen Luft-, Wasser- und Nährstoffhaushalt von Böden. Veränderungendurch Befahrungbeinflussen daher auch die Bodenfruchtbarkeit.

Info: Infotafel / Bodenlehrpfad

 Station 1: Gestein – der Baustoff für den Boden

DSC_0190

Braunerdeaus Feuerletten: Der Boden ist gegenüber Befahrungwegen seiner differenzier-ten organischen Auflage (L/Of/Oh) verwundbar, der sandige Mineralboden dagegen nicht. Die Bodenfruchtbarkeitwürde beeinträchtigt, weil in diesem sehr sauren (podsoligen) Boden schon natürliche Nähstoffkreisläufe entkoppelt sind.

Station 2: Kleine Körner – große Wirkung

Pelosolaus Feuerletten: Hier sind sowohl die – ebenfalls differenzierte– organische Substanz (L/Of/Oh/Ah) als auch der sehr tonigeMineralboden bei Feuchtigkeit äußerst empfindlich gegenüberBefahrung. Der Landwirt nennt solche Böden „Minutenböden“.

Station 3: Was macht der Kalk im Boden?

Pararendzinaaus Feuerlettenmergel: Die günstigste Humusform Mullzeichnet diesen stark humosen Boden aus. Sie darf keinen Schaden durch Befahrungnehmen, sonst sind – wegen der Flachgründigkeit des Bodens – Nährstoffgleichgewichte gefährdet.

Station 4: Boden und Wasser – eine erfolgreiche Verbindung

Pseudogleyaus Feuerletten: Bewertung wie Station 2.

Station 5: Pflanzen und Tiere

DSC_0194

Podsol aus Rhätsandstein: Bewertung wie Station 1.

Station 6: Boden als Grundlage stabiler Wälder / Waldboden

DSC_0202

Station 8: Die organische Substanz – verstecktes CO2im Boden

Braunerdeaus sandiger Deckschicht: Bewertung wie Station 1.

Die Bodenprofile des Lehrpfades lassen auf engstem Raum eine große Vielfalt an Bodentypen und Bodenarten erkennen. Diese muss eine hochmechanisierte Holzernte unbedingt beachten, d. h. standörtlichund zeitlichoptimal managen, sonst wird die Bodenfruchtbarkeitin den Rückegassendrastisch abnehmen – so wie es entlang des Bodenlehrpfades schon zu beobachten ist.

DSC_0206

Schweizer Waldbodenkundler haben eine Spurentypologie entwickelt, mit der man die unterschiedliche Beeinträchtigung der Bodenfruchtbarkeit nachBefahrungrelativ genau einschät-zen kann (Lüscher et al.2008). Sie hat inzwischen weite Verbreitung in Wissenschaft und Praxis gefunden. Anhand des beigelegten Schaubildes kann man Fahrspuren auch selbst typisieren (siehe Figur).

Literatur

 Lüscher, P., S. Sciacca & O. Thees(2008): Betrebungen zur Verbesserung des Bodenschut-zes in der Schweiz. – LWF aktuell 67/2018: 19-21, Weihenstephan (Selbstverlag).

DSC_0207

DSC_0211

Die Teilnehmer hatten eine eindeutige Meinung!


 

3

 

Hier die Antwort von Claudia Blank auf den Zeitungsbericht im Boten vom 29.06. über eine Waldbegehung der SPD Feucht mit den Staatsforsten.

(Link bitte jeweils anklicken)

CL-Leserbrief

Ursprünglicher Artikel:

Scan_Doc0005

 


 

4

 

Bayern: Großer Zuspruch für Demo der Bürgerinitiative „Für den Hauptsmoorwald“ bei Bamberg!

 Wir waren dabei: Eckhard Schulz, Prof. Dr. A. Skowronek und Claudia Blank von der Bürgerintitative „gegen die Waldzerstörung“ und als Vertreter der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS)

image

 

Seit 2015 plant die Stadt Bamberg ein riesiges Industriegebiet im Hauptsmoorwald. Auf dem Gelände und angrenzenden Waldflächen der ehemaligen Munitionsanstalt Bamberg (MUNA) soll ein neuer Gewerbepark entstehen. Bei Umsetzung dieses Bauvorhabens wären Eingriffe im Hauptsmoorwald in der Größenordnung von ca. 74 ha erforderlich und eine Rodungsfläche etwa so groß wie 85 Fußballfelder, was aufgrund zunehmenden Flächenverbrauchs und massiver Umweltschäden durch Bodenversiegelung  für viele Bürger nicht mehr hinnehmbar ist! Die Rodungsmaßnahmen wären zusammen mit dem Projekt Weiden (Gewerbegebiet Weiden-West IV mit geplanten 65 ha Rodungen) derzeit die größten Rodungsprojekte in Bayern, bei denen wertvoller Waldboden zerstört und damit die Lebensgrundlage vieler Kleintiere und Pflanzen, darunter einige sehr seltene Arten, vernichtet werden würden. Die negativen Auswirkungen solcher Eingriffe auf  Luftqualität, Klima und Wasserhaushalt sind hinreichend bekannt.

20180708_144244

Mit einem laufenden Bürgerbegehren wehrt sich die Bürgerinitiative Für den Hauptsmoorwald unterstützt von der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS)  gegen das Vorhaben des Stadtrates und erfährt in der Bevölkerung eine überwältigende Unterstützung zur Rettung des Hauptsmoorwaldes. Die BBIWS reichte beim zuständigen Baureferat der Stadt Bamberg eine kritische Stellungnahme gegen die geplante Waldrodung ein.

image-2

Die Einladung zur einer demonstrativen Waldbegehung mit Begleitprogramm am 08. Juli fand großen Zuspruch aus der Bevölkerung. Ca. 5oo Teilnehmer nahmen teil und unterstützten damit die Forderungen der Waldschützer, den Hauptsmoorwald als wertvollen Freizeit- und Naherholungsraum zu erhalten, alle Baumaßnahmen zu verhindern und die Regnerationsleistungen des Waldes für Mensch, Umwelt und Klima zu bewahren!

Mehr Infos unter: bi-hauptsmoorwald@t-online.de

image-3

5 vor 12 Wanderung am 08.07. in Bamberg

Nach unseren ersten beiden 5 vor 12 – Wanderungen ist der nächste Termin zur Unterstützung der  BI für den Hauptsmoorwald vorgesehen, die sich intensiv gegen die Zerstörung des dortigen Waldes für ein Gewerbegebiet einsetzt.

Die Thematik der Bayern- und bundesweiten Flächenversiegelung beschäftigt immer mehr besorgte Bürger. Allein in Bayern wurden 2015 täglich eine Fläche von 25 Fußballfeldern zugebaut, Tendenz steigend. Selbst innerhalb der CSU bilden sich Gruppierungen, welche diese Landverschwendung kritisieren.

Tragisch wird es dann, wenn wie in Bamberg landschaftlich wertvolle Areale geopfert werden sollen.

Aus diesem Grund sind alle Unterstützer eingeladen, zusammen mit uns am So, 08.07. um 14.00 Uhr bei der Sonntagsspaziergang-Demo mit zu machen und sich für den Schutz des Hauptsmoorwaldes einzusetzen.

Folgenden Link bitte für Details anklicken:

FLYER Hauptsmoorwald Demo_web

Die Bundesbürgerinitiative (BBIWS) hat hierzu folgenden Brief an das Baureferat der Stadt Bamberg geschickt (Link bitte anklicken):

BBIWS Stellungnahme Bamberg Gewerbegebiet Hauptsmoorwald Bebauungsplanverfahren Nr 429


Teilnahme der BI Gegen die Waldzerstörung und BBIWS mit einem Stand am Nationalparktag in Bamberg am 09.06.2018

image

Eckhard Schulz, Herbert Fahrnbauer, Claudia Blank von der (BI gegen die Waldzerstörung und BBIWS) und Silvia Roelcke (BBIWS) nahmen in Bamberg am Nationalparktag mit einem Stand teil.

Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) zeigte damit gemeinsam mit der bayerischen BI Gegen die Waldzerstörung zum zweiten Mal Flagge bei einer Veranstaltung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald in Bayern. Die BBIWS verteilte ihr brandneu als Broschüre mit reicher Bebilderung gedrucktes „Manifest zum Wald in Deutschland“, das mit einem Vorwort von Deutschlands bekanntesten Förster, Buchautor und Leiter der Waldakademie Peter Wohlleben versehen ist.

image-2

Per Diashow wurden auf einem großen Flachbildschirm fortlaufend Bilder der aktuellen Waldwirtschaft mit den von ihr verursachten Wald- und Bodenschäden präsentiert.

Um die der BBIWS angeschlossenen Waldschützer des Hauptsmoorwaldes bei Bamberg, zu unterstützen, waren deren Unterschriftenlisten gegen ein dort geplantes Gewerbegebiet mit geplanten massiven Abholzungen ausgelegt.

image-3

Auf dem Plakat Waldimpressionen, wie sie vielen noch aus der Kindheit vertraut sind…

… und heute sieht es in den öffentlichen Wäldern häufig so aus!

Höhepunkt der Veranstaltung waren die mit klaren Worten einen Nationalpark Steigerwald fordernden Reden des Vorsitzenden des BUND, Prof. Hubert Weiger, und des Vorsitzenden des LBV (Landesbund für Vogelschutz = der bayerische NABU), Dr. Norbert Schäffer.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Besucher des Nationalparktags umfassend informieren.

image-4

Die Vertreter der BBIWS und der BI gegen die Waldzerstörung standen allen Besuchern Rede und Antwort zu drängenden Fragen, konnten selbst neue Kontakte knüpfen und bereits bestehende vertiefen.

Die BBIWS überreichte den beiden Hauptrednern Prof. Hubert Weiger (BUND) und Dr. Norbert Schäffer (LBV), dem Waldreferenten des BUND Naturschutz Dr. Straußberger, dem Waldexperten von Greenpeace-München Volker Oppermann sowie vielen anderen Naturschützern ihr kritisches „Manifest zum Wald in Deutschland“.

Alles in allem ein gelungener Aktionstag für die Ausweisung des Nationalparks Nordsteigerwald und den Schutz unserer Wälder vor Raubbau!

image-5

Besonders gefiel uns die Idee von beschrifteten gespannten Fähnchen, auf die Waldfreunde jeweils geschrieben hatten, warum ihnen der Wald wichtig ist.
Insgesamt war es ein bunter Tag mit vielen Eindrücken, Kontakten und Inspirationen. Wir freuen uns schon auf die Möglichkeit, am Tag der Regionen im Herbst dabeizusein. Beim diesjährigen Reichswaldfest im Juli, welches vom BN ausgerichtet wird, haben wir mit der BBIWS leider eine Absage bekommen. Umso wichtiger ist es uns, hier zeitnah mit Richard Mergner, dem Vorsitzenden des BN in Bayern und Nachfolger von Hubert Weiger ein Gespräch zu führen, wie wir einen gemeinsamen Nenner finden können.

Claudia Blank


 

Flächenverbrauch geht ungebremst weiter

Aber nicht nur im „fernen“ Bamberg besteht die Problematik der Flächenversiegelung, auch im benachbarten Wendelstein sind Rodungen für weitere Gewerbegebiete vorgesehen.

Stefan Pieger, seines Zeichens 1. Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Wendelstein, hat im lokalen Magazin Meier folgenden Artikel veröffentlicht (Link bitte anklicken):

https://www.meier-magazin.de/article/flaechenverbrauch-geht-ungebremst-weiter/3746

 


 

Unser BI-Mitglied Herbert Fahrnbauer hat im Reichswaldblatt

folgenden Artikel über den Zusammenhang zwischen

Waldbewirtschaftung und Klimawandel verfaßt:

 

Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung

 „Waldbewirtschaftung und Klimaschutz“

 Alle 4 Sekunden wird weltweit ein Wald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört, und das in einer Zeit in der die verantwortliche Politik händeringend nach Lösungen sucht, um die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Klimaziele – unter Berücksichtigung einer deutlichen Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) – zu erreichen.

 Das renommierte Freiburger Ökoinstitut wurde von Greenpeace mit einer Umweltstudie beauftragt, deren Ergebnisse einen direkten Zusammenhang zwischen der Waldbewirtschaftung und dem Klimaschutz darstellen.

Dazu wurden 3 Szenarien in einem Computer Simulationsmodell abgebildet und bewertet:

  1. Basisszenario, d.h. die derzeitige Waldbewirtschaftung mit dem damit verbundenen Holzeinschlag wird wie bisher weitergeführt (siehe Bild 1);
  2. Holzszenario, d.h. die Waldbewirtschaftung wird nochmals intensiviert um damit die Holzausbeute deutlich zu erhöhen (Holzmenge und Häufigkeit des Holzeinschlags);
  3. Szenario „Waldvision“,h. eine ökologische Waldbewirtschaftung nach dem Lübecker Modell (Schutz ökologisch wertvoller Wälder, Bewirtschaftung der restlichen Wälder naturnah und ökologisch).

Wichtige Randbedingungen für die Durchführung dieser Studie waren in diesem Zusammenhang  die Ergebnisse aus den Bundeswaldinventuren von 2002 und 2012, der zugrunde gelegte Waldentwicklungszeitraum von 2012 bis 2102, sowie die Entwicklung des Holzvorrats, die Baumartenzusammensetzung und das Alter der Bäume (Stammdurchmesser).

Die Ergebnisse dieser Studie sind mehr als  bemerkenswert, denn sie zeigen, dass auf der Basis des Szenarios „Waldvision“ die erreichbare  CO2- Speicherkapazität der Wälder 3  mal so hoch wäre unter der Voraussetzung, dass diese ökologisch bewirtschaftet würden.

Fazit:Die Wälder hätten damit das Potenzial einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele zu leisten. Die Voraussetzung dafür wäre aber ein Umdenken (Waldwende) in der aktuellen Bewirtschaftung mit dem Fokus weg von einem maximalen Holzertrag hin zu einer ökologischen und naturnahen Waldbewirtschaftung. Damit wäre man in der aktuellen Diskussion über die Luftschadstoffe CO2, NOx und Feinstaub einen entscheidenden Schritt weiter und dem Naturschutz sowie der Erholungsfunktion des Waldes würde auch Rechnung getragen.


 

Zum Abschluss dieser Aktualisierung noch ein höchst informativer

Artikel von unserem BI-Mitglied Claudia Blank über Waldameisen:

 

Waldameisen – bedrohte Helfer des Waldes!

Wir alle kennen Ameisen, sei es im Wald, auf der Wiese, im Garten oder auch im Haus. Aber die wenigsten Menschen kennen die Aufgaben der Tiere und das Zusammenspiel in der Natur. Leider scheinen auch die Waldameisen in den letzten Jahren im Zuge der modernen Forstwirtschaft immer mehr aus den Wäldern zu verschwinden.

Im Nürnberger Reichswald nahe dem Zellerbrünnlein gibt es einen Weg, der früher an zahlreichen Ameisenhügeln vorbei führte. Man nannte den Weg auch „Ameisenweg“, da sich dort ein Hügel an den anderen reihte. Jetzt gibt es dort noch einen Einzigen! (Siehe Fotos Claudia Blank privat), der unmittelbar neben einer Rückegasse liegt. Auch an diesem besagten Weg wurden in den letzten Jahren eng nacheinander systematisch Schneisen durch schwere Forstmaschinen geschlagen und der Waldboden verdichtet. Wenn man bedenkt, dass Waldameisen streng geschützt sind, stellt sich die Frage, wo all die Hügel hingekommen sind! Sollten diese tatsächlich überfahren worden sein, wäre dies nicht nur eine Untat, sondern auch strafbar. Normalerweise müsste ein Ameisenheger vor einer Durchforstung die Hügel professionell umsetzen. Ob dies geschehen ist, lässt sich allerdings bezweifeln.

Hier noch ein paar erstaunliche Fakten über Waldameisen.

Wusstet Ihr dass:

Ameisenköniginnen ca. 20 Jahre alt werden, sich in ihrem ganzen Leben aber nur einmal paaren?

Nur die Königin für Nachwuchs sorgt?

Arbeiterinnen 5-6 Jahre alt werden?

In Deutschland 111 verschiedene Ameisenarten vorkommen, aber nur 13 heimische Waldameisenarten auffällige Hügel bauen?

In einem großen Waldameisennest mehr als eine Million Arbeiterinnen leben können?

Aber eine Million Arbeiterinnen nur ca. 7 Kilo schwer sind?

Manche Waldameisennester nur eine Königin enthalten, andere jedoch mehrere hundert Königinnen?

Eine Waldameisenarbeiterin etwa das 40-fache ihres Eigengewichtes tragen kann?

Ein großes Waldameisenvolk an einem Tag bis zu 100.000 Beutetiere verzehren kann?

Mehr Informationen zu den faszinierenden Tieren von Ameisenhegerin Sandra Kraus aus dem Saarland unter:
https://www.schuetzt-den-pfaelzerwald.de/waldameisen-bedrohte-helfer

Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören?

Dalai Lama, Interview mit Franz Alt, 2004

Aktualisierung vom 31.05.2018

Zur zweiten „5VoR12 – Wanderung“ am 10.Juni 2018 um 10.00 Uhr unter der Reihe
„Der Reichswald – staatlicher Holzacker oder Bürgerwald und Lebensraum?“ laden wir wieder herzlich ein:

Treffpunkt ist der Parkplatz zum Eingang Bodenlehrpfad Kalchreuth-Wolfsfelden (PLZ 90562) an der Verbindungsstraße Kalchreuth-Ziegelstein, knapp hinter dem Beginn des Waldes von Kalchreuth aus kommend.  

Prof. Dr. Armin Skowronek, Experte für Bodenkunde, führt die teilnehmenden Waldinteressierten durch den Lehrpfad. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ zeigen hierbei die gravierenden Auswirkungen der staatlichen Forstwirtschaft auf, die im Kalchreuther Reichswald ungebremst neben Lehrtafeln zur Bedeutung des Waldbodens, mit schwerstem Gerät gleichzeitig bodenschädigende Holzernte betreiben.

Wir freuen uns auf hoffentlich wieder rege Beteiligung.

Nächsten Termin zum Vormerken: So., 08.07.2018

DSC_0728

Das Kernteam der BI auf dem Gelände des Bodenlehrpfades Kalchreuth bei seiner letzten Begehung


 

Der Verein Nordsteigerwald lädt ein:

Herzliche Einladung ergeht an alle Waldinteressierten zum Nationalparktag am 9. Juni in Bamberg, an dem wir mit einem Stand als BI „gegen die Waldzerstörung“ und als „BundesBürgerInitative WaldSchutz“ (BBIWS) teilnehmen werden, um auf die Missstände und Schädigungen der modernen Forstwirtschaft aufmerksam zu machen und unsere Manifeste zu verteilen. Hier der Flyer und das Programm, welches sich hervorragend für die ganze Familie eignet.

 Veranstaltung: 

NATIONALPARKTAG in Bamberg (Tag der Umwelt) 

Hinweise: 

Das Naturerbe Steigerwald lädt anlässlich des Welterbejahres und dem Tag der Umwelt am 9. Juni zum Großen Nationalparktag nach Bamberg ein. 

Auf dem Maxplatz wird während der Geschäftszeit ein buntes und vielfältiges Programm geboten. 

Alle Bürger können sich rund um das Thema Nationalpark und regionale Umweltthemen informieren und mitmachen (Foto, Quiz, Aktionen, …). So können Sie Ihr nicht mehr benötigtes Handy für einen Gorilla eintauschen (Recycling-Ertrag geht an Gorilla-Stiftung) oder ein eigenes Foto-Portrait gestalten „I bims 1 Baum“ und als Wächterinnen und Wächter des Klosterwaldes auftreten. Und Sie können dort ein Eintritts-Ticket in das benachbarte Kleinod Naturkundemuseum erhalten, um dort die grandiose Multivisionsshow „Das Grüne Herz Europas“ von Berndt Fischer erleben zu können. 

Der Deutsche Umweltpreisträger 2017, Prof. Hubert Weiger, wird neben den 1. Vorsitzenden des Landesbund für Vogelschutz, Norbert Schäffer, als Hauptredner um 14 Uhr auf der Veranstaltungs-bühne erwartet. 

Auf der Bühne wird es auch einen BAM-Stadtrat-Talk mit den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Bamberg und einen Grünen-Frauen-Power-Talk geben. Martin Neubauer bläst zusammen mit Heiko Triebener das Beste aus dem Brentano-Theater auf die Bühne und Hans Deusel mit seiner sehr beliebten Band „Big Sound Jack“ wird den Tag abschließen. 

Für Essen und Trinken (auch im Schatten) ist gesorgt. 

Die Kooperationspartner Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, das Umweltamt der Stadt Bamberg und Greenpeace sowie viele weitere Initiativen und Organisationen freuen sich auf Ihr Kommen. 

Die Veranstaltung ist ausdrücklich für Kinder geeignet, die wir herzlich gerne zum Mitmachen einladen (Spielmobil, Kreide-Baum-Blüten-Malen, …). 

Programm: 

9 Uhr Eröffnung und Der Nationalpark-Baum – Ein Kreidebaum zum Mitmalen – 

(von Doris Müller, BBK Oberfranken, Was bleibt? Bleibt was?) 

10 Uhr Percussion/Musik (Musikschule Bamberg oder andere) und Befürworter-Talk (evtl. mit MdB Lisa Badum, MdL Florian von Brunn, Volker Oppermann (Greenpeace) …) 

11 Uhr BAM-Stadtrat-Talk (mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates Bamberg) 

12 Uhr Musik (Big Sound Jack) und Multivision „Das Grüne Herz Europas“ (Naturkundemuseum) 

13 Uhr Brentano Theater (Martin Neubauer mit Heiko Triebener) 

14 Uhr Hauptreden (Umweltpreisträger Prof. Dr. Hubert Weiger und Norbert Schäffer, 1. Vorsitzender LBV Bayern) 

15 Uhr Musik (Big Sound Jack) und Multivision „Das Grüne Herz Europas“ (Naturkundemuseum) 

16 Uhr Grünen-Frauen-Power-Talk 

17 Uhr Musik (Big Sound Jack) 

18 Uhr Schluß 

Ort: 

Maxplatz, Maximiliansplatz, 96047 Bamberg 

Einlass: 

9 bis 18 Uhr, Eintritt ist frei. Alle sind herzlich willkommen. Für Kinder bestens geeignet. 

Veranstalter: 

Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V. 

Kontakt: 

http://www.verein-nationalpark-nordsteigerwald.de/termine/; adolf.huemmer@nordsteigerwald.de 

Karten: keine Tickets notwendig (Eintritt frei) 

Über Ihr Kommen würden wir uns freuen.

VNN-Nationalparktag 2018 Bamberg_3S-Flyer_A4-Farbdruck-Seite_1.endgültig...

VNN-Nationalparktag 2018-Bamberg_3S-Flyer_A4-Farbdruck-Seite_2.endgültig...


 

Die Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ lud zur ersten 5VoR12- Wanderung am 06.05.2018 in Lauf ein.

Unter dem Motto „Der Nürnberger Reichswald – staatlicher Holzacker oder Bürgerwald und Lebensraum?“  führten die Mitglieder der Bürgerinitiative  durch den Sebalder Reichswald und zeigten am Beispiel Heroldsberger Mühlweg bei Kotzenhof/Rudolfshof die gravierenden Auswirkungen der vorallem am Holzeinschlag orientierten staatlichen Forstwirtschaft auf. Hans-Jürgen Krauß, Naturführer und Pädagoge kam mit den teilnehmenden Waldinteressierten darüber ins Gespräch, was es im Wald alles zu entdecken gibt und warum ein gesunder Wald lebensnotwendig ist – aber auch, welche massiven Schäden die industrielle Forstwirtschaft hinterlässt. Besonders im Fokus standen dabei die im Naherholungsgebiet dicht nacheinander geschlagenen Rückegassen zur Befahrung von Großmaschinen, die dadurch verursachte Zerschneidung der gewachsenen Lebensbeziehungen, der Forststraßenausbau mit den Wegrandschädigungen, die Nicht-Einhaltung der Brut- und Setzzeiten, eine insgesamt zu massive Holznutzung und die von vielen Waldbesuchern stark empfundene Beeinträchtigung des Erholungswertes seit der Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten.

DSC_0095

DSC_0094

Hans-Jürger Krauß begrüßte die Waldinteressierten und erklärte die lebenswichtigen Funktionen des Waldes zur Klimaregulierung, für den Wasserhaushalt- und Filterung, zur Luftreinigung, für Artenvielfalt und Erholung, aber auch als Holzlieferant – die Frage ist nur, WIE und in welchen Mengen man ihn bewirtschaftet.

DSC_0096

Die zahlreichen dicht aufeinanderfolgenden Rückegassen im beliebten Naherholungsgebiet wurden von allen Teilnehmern als besonders brutale Eingriffein die Natur erlebt. Herr Krauß erörtete, was an Befahrung mit Harvestern und Forwardern zu kritisieren ist:

  • Die Rückegassen machen den Wald instabil, und auf ihren Flächen wächst kein Wald mehr nach
  • Der Waldboden wird durch sie auf Dauer verdichtet, Bodenleben wird zerstört, die Fähigkeit, Wasser zu speichern, beeinträchtigt
  • Der Transport der geernteten Bäume und die an- und abfahrenden Harvester brauchen breite Waldwege
  • Wir haben viele Beispiele gesammelt, wo die Brutzeiten der Vögel ignoriert wurden (jüngstes Beispiel: Regensburger Straße in Nürnberg)
  • Es wird nicht beachtet, dass der Wald aus Baumgesellschaften besteht. Bäume wachsen langsam, viele erreichen ein Alter von 200 bis 300 Jahren, stützen sich gegenseitig, kommunizieren sogar miteinander, bilden ein „Biotop“
  • Die Lebensgemeinschaften im Wald werden zu oft ignoriert (Beispiel Greifvögel und ihr Lebensraum um ihre Nester herum)

 

DSC_0099
Wie genau funktioniert ein Baum, warum ist Waldboden so kostbar, was bedeutet der Wald für unser aller Gesundheit und Erholung, wo steht das Bannwalddenkmal mit dem Zitat: „1979 wurde der Nürnberger Reichswald zum Bannwald deklariert. Dieser Wald ist aufgrund seiner Lage und seiner flächenmäßigen Ausdehnung unersetzlich und muss in seiner Substanz geschützt und erhalten werden“ und gibt es Alternativen zur derzeitigen Waldbewirtschaftung? ….. all dies und noch mehr wurden den Waldinteressierten auf anschauliche Weise erklärt.


Es wird eng für die Artenvielfalt des Waldes!

 DSC_1099

Mächtige Bäume, die natürlich altern und absterben dürfen, sind wertvolle, selten gewordene Schutzräume für vielfältiges Leben. Noch gibt es einige wenige Prachtexemplare von ihnen, wie diese zwei jahrhunderte alten Eichen im Sebalder Reichswald nahe dem Zellerbrünnlein. Moderne industrielle Forstwirtschaft erntet immer früher Bäume im besten Alter, sodass diese kaum noch auswachsen können und infolgedessen immer seltener vorkommen werden!

Die exzessive Holznutzung in den deutschen Wäldern verhindert ein ausreichendes Angebot an Biotop- und Totholzstrukturen im Wald.

Im Rahmen der BWI³ wurden erstmalig so genannte Biotopbäume, d. h. Bäume „mit ökologisch bedeutsamen Merkmalen“ (Stammhöhlen, Bruch- und Faulstellen, Pilzkörpern etc.) erfasst. Die Zahl der tatsächlich durch eine Markierung gesicherten Biotopbäume umfasst hochgerechnet rund 982.000 Stämme. Dies bedeutet: Auf 10 Hektar Wald (alle Eigentumsarten) kommt bundesweit im statistischen Mittel lediglich ein einziger markierter Biotopbaum vor! Naturschutzfachlicher Standard wären mindestens 5 bis 10 solcher Biotopbäume auf einem Hektar.

Eine Idee zum Nachdenken:

Warum eigentlich einen Baum pflanzen, wenn ein wertvoller alter sinnlos dafür eingeschlagen wird? Wir brauchen Holz zur Verwertung. Aber das heißt nicht, dass wir die Wälder wie Holzäcker behandeln dürfen. Holz ist ein wertvoller Rohstoff, mit dem wir bewusst umgehen müssen. Wer die Karst- und Wüstengebiete der Welt kennen gelernt hat, der weiß den Wald zu schätzen und zu schützen. Auch wenn Holz aus der Natur kommt, bedeutet das nicht, dass eine ständige Steigerung der Entnahmen ökologisch gut ist. Im Gegenteil. Der Wald ist nur dann ein großer CO2 Speicher, wenn er viele alte Bäume hat. Schlägt man das Holz ein und verbrennt es, dann wird das CO2 freigesetzt. Nur in langlebigen Produkten bleibt der CO2 Speicher erhalten.

 

DSC_1058

Wieviel wertvollen Schutz- und Lebensraum ein solch alter Baum doch bieten kann!


Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung

 „Waldbewirtschaftung und Klimaschutz“

 Alle 4 Sekunden wird weltweit ein Wald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört, und das in einer Zeit in der die verantwortliche Politik händeringend nach Lösungen sucht, um die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Klimaziele – unter Berücksichtigung einer deutlichen Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) – zu erreichen.

 Das renommierte Freiburger Ökoinstitut wurde von Greenpeace mit einer Umweltstudie beauftragt, deren Ergebnisse einen direkten Zusammenhang zwischen der Waldbewirtschaftung und dem Klimaschutz darstellen.

Dazu wurden 3 Szenarien in einem Computer Simulationsmodell abgebildet und bewertet:

  1. Basisszenario, d.h. die derzeitige Waldbewirtschaftung mit dem damit verbundenen Holzeinschlag wird wie bisher weitergeführt (siehe Bild unten);
  2. Holzszenario, d.h. die Waldbewirtschaftung wird nochmals intensiviert um damit die Holzausbeute deutlich zu erhöhen (Holzmenge und Häufigkeit des Holzeinschlags);
  3. Szenario „Waldvision“,h. eine ökologische Waldbewirtschaftung nach dem Lübecker Modell (Schutz ökologisch wertvoller Wälder, Bewirtschaftung der restlichen Wälder naturnah und ökologisch).

024

Wichtige Randbedingungen für die Durchführung dieser Studie waren in diesem Zusammenhang  die Ergebnisse aus den Bundeswaldinventuren von 2002 und 2012, der zugrunde gelegte Waldentwicklungszeitraum von 2012 bis 2102, sowie die Entwicklung des Holzvorrats, die Baumartenzusammensetzung und das Alter der Bäume (Stammdurchmesser).

Die Ergebnisse dieser Studie sind mehr als  bemerkenswert, denn sie zeigen, dass auf der Basis des Szenarios „Waldvision“ die erreichbare  CO2- Speicherkapazität der Wälder 3  mal so hoch wäre unter der Voraussetzung, dass diese ökologisch bewirtschaftet würden.

Fazit:Die Wälder hätten damit das Potenzial einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele zu leisten. Die Voraussetzung dafür wäre aber ein Umdenken (Waldwende) in der aktuellen Bewirtschaftung mit dem Fokus auf einen maximalen Holzertrag hin zu einer ökologischen und naturnahen Waldbewirtschaftung. Damit wäre man in der aktuellen Diskussion über die Luftschadstoffe CO2, NOx und Feinstaub einen entscheidenden Schritt weiter und dem Naturschutz sowie der Erholungsfunktion des Waldes würde auch Rechnung getragen.

Herbert Fahrnbauer   


Hier noch ein Gruß von unserem, inzwischen 80-jährigen, aber immer noch sehr engagierten und kämpferischen Forstexperten Gotthard Eitler aus Bayreuth, der damals das Waldsterben  aufgedeckt hat und inzwischen vom „Waldfrevel“ spricht. Er ist uns sehr verbunden und stellt uns alle seine Recherchen und Werke gerne zur Verfügung, bietet jede Unterstützung an und freut sich über unser erfolgreiches Wirken bis auf Bundesebene. Siehe auch unter der Rubrik EXPERTEN:

An die Freunde im Raum Nürnberg!

Bitte lasst Euch nicht unterkriegen, denn wir sind auf dem richtigen Weg! Es ist sehr schwer, gute Veränderungen herbeizuführen! Wir sind das aber unseren Kindern und Enkeln schuldig! Mit allen guten Wünschen und Grüßen aus Bayreuth,

Gotthard Eitler

Hier noch ein  Artikel über ihn aus dem Nordbayerischen Kurier vom 30.05.2018

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/ex-stadtforster-gotthard-eitler-wird-80_570504



Manifest zum Wald in Deutschland jetzt auch über uns als gedruckte Broschüre bestellbar

(50 Cent Schutzgebühr, zzgl. Porto)

Die BBIWS (BundesBürgerInitiativeWaldschutz) stellt ihre erste Broschüre mit reicher Bilddokumentation zum Download bereit. Im „Manifest zum Wald in Deutschland“ formuliert die bundesweite Bürgervereinigung ihre Kritik und ihre Forderungen zur aktuellen Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland.

Wenn Sie die Broschüre postalisch erhalten möchten, senden Sie bitte eine e-mail an unsere Adresse

info@bi-gegen-die-waldzerstoerung.org

 unter Angabe Ihrer Adresse.

Ausdrucken und Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht!

Manifest zum Wald in Deutschland pdf
Adobe Acrobat Dokument 6.1 MB (Link unten zum Download bitte anklicken)

Alternativer Waldzustandsbericht der Naturwald Akademie


(Veröffentlicht am „Tag des Baums“ 25.4.2018)

„Deutschlands Wäldern geht es schlecht“ … „Besorgniserregende Verarmung der Waldökosysteme“

https://naturwald-akademie.org/alternativer-waldzustandsbericht


Wenn Wälder wieder wachsen


1000000000000229000000D12A62EDE1

BundesBürgerInitiative WaldSchutz      

Gemeinsam stark für unseren Wald

21.3.2018

Tag des Waldes 2018

 

Gemeinsame Erklärung aller angeschlossenen Bürgerinitiativen aus den Bundesländern

 

Zum Tag des Waldes 2018 fordern wir den Gesetzgeber und alle ausführenden Organe der Waldbewirtschaftung auf, endlich dafür zu sorgen, dass der öffentliche Wald in Deutschland seiner Vorbildfunktion gerecht werden kann.

Naturwälder und naturnah bewirtschaftete Wälder mit intakten humusreichen Waldböden sind nicht nur für unser Klima von außerordentlicher Bedeutung, sie sind auch Archen der Artenvielfalt und Erholungsraum.

Nach wie vor sind die Wälder in Deutschland aber auch krank, was die jährlichen Waldzustandserhebungen belegen. Dennoch wird unser Patient Wald mit harten Bewirtschaftungsmethoden zusätzlich belastet und dringend notwendige, konsequente Korrekturen in der Jagdpolitik, die eine artenreiche Regeneration der Wälder ermöglichen (Naturverjüngung), fehlen.

Nach wie vor „versteckt“ sich der harte Einsatz überschwerer Forsttechnik hinter den unbestimmten Begriffen der sogenannten „guten fachlichen Praxis“ oder der „ordnungsgemäßen Forstwirtschaft“, die diese Form der Waldnutzung nicht als Eingriffe im Sinne der Naturschutzgesetzgebung betrachten und damit rechtfertigen.

Viele „Treuhänder des Waldes“ behandeln den Wald weiter als gäbe es keine Klimaveränderung, kein Artensterben, keine Erholungsnutzung und kein Morgen. Es gilt heute mehr denn je, Wälder sehr schonend zu bewirtschaften, d.h. vor allem die überschweren Maschinen durch leichte wald- und waldbodenschonende Arbeitsverfahren zu ersetzen.

Nicht länger hinnehmbar ist die Tatsache, dass alle 20-30 m für die Befahrung von Harvestern und Forwardern dem Wald tiefe klaffende Wunden in Form von Rückegassen geschlagen werden, die irreparable Bodenverdichtung und Vernichtung von Bodenlebewesen zur Folge haben. Auch verliert der bepanzerte Boden nach der Befahrung seine natürliche Wasserspeicher- und Produktionsfähigkeit, so Claudia Blank, Kerngruppenmitglied der BundesBürgerInitiative WaldSchutz. Besonders verwerflich ist die ganzjährige großflächige Bewirtschaftung der öffentlichen Wälder während der Brut- und Schonzeiten! So weiter Claudia Blank.

„Gerade der öffentliche Wald ist gefordert, endlich seiner Vorbildfunktion gerecht zu werden, was er landesweit oft nicht tut. Und die Wald-Zertifikate haben leider ihre Steuerungsfunktion in der Fläche verfehlt. Gerade die Kommunen sollten den Wald der Bürgerinnen und Bürger nicht vorrangig als Einnahmequelle betrachten. Nur mit Zuweisungen und anderen Tricks lassen sich oftmals eigentlich defizitäre „Forsthaushalte“ schönrechnen. Besser nicht bewirtschaften, als nachhaltig falsch bewirtschaften, würde einen verantwortlicheren Umgang mit unseren Kommunalwäldern garantieren.

Die Mitglieder der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) beobachten die Entwicklung in den deutschen Wäldern mit größter Besorgnis. Diese Entwicklung wird derzeit geprägt von einer unter dem allseits propagierten Deckmantel der „Nachhaltigkeit“ massiv zunehmenden Industrialisierung unserer öffentlichen Wälder.

Deren gesellschaftliche Bedeutung als Erholungsort für Körper, Geist und Seele, als Lern- und Erfahrungsort wird in diesem fatalen Entwicklungsprozess vollkommen ausgeblendet.

Es werden in den Wäldern viel zu viele Altbäume und Biotopbäume gefällt, was keineswegs nur ein ästhetisches Problem für uns Menschen ist. Für die waldtypischen Arten wie beispielsweise Totholzkäfer, Fledermäuse und seltene Spechtarten wie den Mittelspecht ist es eine Katastrophe! Ihr Lebensraum wird allzu oft zerstört.

Die ausgelichteten Wälder verlieren überdies ihre Fähigkeit, viel Wasser zu speichern und verlieren ihr feucht-kühles Waldklima und ihre Funktion als Kohlenstoffsenke.

Forst- und Holzkonzerne geben stattdessen die Marschrichtung vor. Die Treuhänder der öffentlichen Wälder sind zu oft zu Erfüllungsgehilfen kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen geworden.

Jüngste Beispiele sind z.B. der Ettersberg bei Weimar und das Naturschutzgebiet Rot- und Schwarzwildpark am Stadtrand von Stuttgart.

Dabei hat die höchste Rechtsprechung die Bedeutung des öffentlichen Waldes klar definiert:

„Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatswaldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die staatliche Forstpolitik fördert im Gegensatz zur Landwirtschaftspolitik weniger die Betriebe und die Absetzbarkeit ihrer Produkte als vielmehr die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts“ (BVerfG, Urt. v. 31.05.1990, NVwZ 1991, 53).

„Genau das ist unser Ziel, dafür setzen wir uns ein und dafür erheben wir unsere Stimme“, so Herbert Fahrnbauer, Sprecher der BundesBürger InitiativeWaldSchutz und der Bürgerinitative „Gegen die Waldzerstörung in Bayern“.

Hintergrund:

Wald- und Jagdgesetze priorisieren nach wie vor nutzerorientierte Zielsetzungen. Das Waldgesetz ist ein Waldnutz- und das Jagdgesetz ist ein Jagdschutzgesetz, die voneinander losgelöst oder sogar in einigen Bereichen konkurrierende, interessengeleitete Ziele verfolgen.

Die Naturschutzgesetzgebung, die eigentlich übergeordnete Regelungsinhalte verfolgen sollte, ist nicht mehr als ein „Ritter ohne Schwert“, da dieses sowohl die Wald- als auch die Jagdgesetzgebung gegenüber Zielen des Natur- und Artenschutzes privilegiert.

Die BundesBürgerInitiativeWaldSchutz (BBIWS) wurde am 01.07.2017 gegründet, von Bayern aus angestoßen und ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen etc. Sie verfolgt das ausschließliche Ziel, die praktizierte Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland konstruktiv kritisch zu begleiten, Missstände aufzuzeigen, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten und auf eine Gesetzgebung hinzuwirken, die der besonderen Bedeutung unser Wälder gerecht wird.

Die BundesBürger InitiativeWaldSchutz (BBIWS) verfolgt das Ziel, eine Verbesserung des Zustandes der heimischen Wälder durch schonende Bewirtschaftungsformen herbeizuführen, wie dies z.B. im Lübecker Stadtwald bereits seit 20 Jahren erfolgreich praktiziert wird und immer mehr Nachahmer findet, so Claudia Blank, Kerngruppenmitglied der BundesBürger InitiativeWaldSchutz und der Bürgerinitative „Gegen die Waldzerstörung in Bayern“. Die Gemeinwohlfunktionen von Erholungssuchenden, Natur und Artenvielfalt müssen wieder eindeutig vor der Nutzfunktion angesiedelt werden.

Die BundesBürgerInitiativeWaldSchutz (BBIWS) unterstützt dabei, insbesondere soweit es Fragen der Wald- und Wildbewirtschaftung betrifft, die ihr angeschlossenen im Schutz der Wälder aktiven Bürgerinitiativen und Einzelpersonen.

Die Mitgliedschaft in der BundesbürgerInitiativeWaldSchutz (BBIWS) kann aktiv oder passiv erfolgen und ist kostenfrei.

 

Claudia Blank, Herbert Fahrnbauer


 

Sie sind nicht länger damit einverstanden, wie mit IHREM Bürgerwald seit der Forstreform 2005 umgegangen wird? (Öffentlicher Wald = immer noch Bürgerwald)

 

  • Sie fühlen sich nicht mehr wohl in IHREM Nürnberger Reichswald, der immer mehr zum „Holzacker“ verkommt?
  • Sie sind gegen hochtechnisierte profitorientierte Holzernte mit gigantischen „Holzfresser-Maschinen“ (Harvester etc.)
  • Sie leiden darunter, dass immer mehr Bäume insgesamt gefällt werden, insbesondere bei Fällung gesunder Altbäume?
  • Sie sind wie wir nicht gegen Holznutzung und Maschineneinsatz an sich, wünschen sich aber eine weniger massive und überzogene Holzernte und keine Holzindustrie zur Füllung der Staatskasse?
  • Sie sind gegen massive bodenschädigende Eingriffe in Form von Schneisen, die alle 20-30 m in den Wald geschlagen werden? (Dort wächst nie wieder ein Baum! Bodenverdichtung=Bodenvernichtung! Wurzelschädigungen an d. Rändern!)
  • Sie möchten keinen weiteren Forststraßenausbau für die Holzindustrie im Wald? (teils geschottert!Wegrandschädigungen!)
  • Sie sind gegen massive forstliche Eingriffe während der Brut- und Schonzeiten? (von März bis mindestens Ende Juni)

 

Wenn SIE all diesen Punkten zustimmen können, sind Sie bei uns richtig!!! Wir geben dem Wald eins starke Lobby!

Infos zur Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ unter: www.bi-gegen-die-waldzerstoerung.org

Geben auch SIE dem Wald IHRE Stimme, lassen Sich auf unserer Homepage unter „Folgen“ registrieren und regelmäßig informieren (kein Mitgliedsbeitrag!)

Informieren Sie Sich auch unter: www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de (BundesBürgerInitiative WaldSchutz – gemeinsam stark für unseren Wald)

(Inzwischen auch auf Bundesebene, da die Auswüchse der modernen, immer intensiver und „industriemäßig“ agierenden Forstwirtschaft bundesweit anzutreffen sind!)

„Die Bewirtschaftung des Körperschafts- und Staatswaldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes, nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse.“ (BVerfG, Urt. v. 31.05.1990, NVwZ 1991, 53).


 

Vielleicht noch einen Hinweis vorneweg:

Achtung: Bald auch geführte 5VoR12 – Wanderungen durch den Reichswald unter dem Motto „Der Nürnberger Reichswald – staatlicher Holzacker oder Bürgerwald und Lebensraum?“ Unter verschiedenen Aspekten führen wir Sie durch unseren Nürnberger Reichswald, und zeigen überdies die Auswirkungen der massiven Forstwirtschaft auf. Der jeweilige Treffpunkt und Termin wird rechtzeitig unter Veranstaltungen im Lokalteil Ihrer Zeitung, sowie auf unserer Webseite angekündigt. 

Termine und Aktuelles

 

 

Poster

Um unser gemeinsames Anliegen zu unterstützen und weitere Interessenten sowie Unterstützer zu gewinnen, ist es wichtig, unsere Poster der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hängen Sie bitte die Poster an Ihrem Zaun oder Hauswand gut sichtbar auf.

Folie1

Folie1

Die oben gezeigten Poster, die wir auf unserer Veranstaltung am 09.01. im Cafe Bernstein präsentiert haben, können Sie jetzt im Werbecenter Lang zu folgenden Preisen beziehen:

Format:               150 x 75cm         25,00 €  mit 10 Ösen

A0                          20,00 €  mit   6 Ösen

A1                          14,00 €  mit   4 Ösen

A2                           9,00 €  mit   4 Ösen.

image001

Die Adresse und Telefonnummer können Sie oben entnehmen.

 

Neue Artikel und Pressebeiträge

sind im Menu Presse (Beitrag von Lásló Maráz zum Thema „Der mißbrauchteWald“, sowie das Schutzkonzept des BUND Baden-Württemberg zum Waldboden von 2017) und BundesInititive WaldSchutz (Link zum neu erstellten Waldmanifest) nachzulesen.

 

Fotodokumentation zu Schäden während der Schon- und Setzzeiten

(üblicherweise vom 01.03. bis zum 30.09.)

Im § 39 Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, im oben genannten Zeitraum wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten, wild lebende Pflanzen ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten, sowie Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

Während Privatpersonen mit juristischen Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie gegen das Gesetz verstoßen, toben sich die Staatsforsten mit Ausnahmeregelungen während des gesamten Jahres in unseren Wäldern aus.

Zur Dokumentation der angerichteten Schäden an der Tier- und Pflanzenwelt, die von den Staatsforsten und den von ihnen beauftragten Firmen während der Schutzzeiten verursacht werden, bitten wir um Zusendung von Fotos unter anderem über gefällte Habitatbäume (Nistbäume, am besten mit Opfern), lebende Tiere in Holzstapeln (welche meist nachts abtransportiert werden, ohne Fluchtchance für die betroffenen Individuen) und ähnliche Vorkommnisse, wie auch Schäden an geschützten Pflanzen.

Bitte senden Sie die Fotos an unsere e-mail-Adresse

info@bi-gegen-die-waldzerstoerung.org

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Mitarbeit!

Ihr Team der BI gegen die Waldzerstörung