Aktualisierung vom 31.05.2018

Zur zweiten „5VoR12 – Wanderung“ am 10.Juni 2018 um 10.00 Uhr unter der Reihe
„Der Reichswald – staatlicher Holzacker oder Bürgerwald und Lebensraum?“ laden wir wieder herzlich ein:

Treffpunkt ist der Parkplatz zum Eingang Bodenlehrpfad Kalchreuth-Wolfsfelden (PLZ 90562) an der Verbindungsstraße Kalchreuth-Ziegelstein, knapp hinter dem Beginn des Waldes von Kalchreuth aus kommend.  

Prof. Dr. Armin Skowronek, Experte für Bodenkunde, führt die teilnehmenden Waldinteressierten durch den Lehrpfad. Die Mitglieder der Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ zeigen hierbei die gravierenden Auswirkungen der staatlichen Forstwirtschaft auf, die im Kalchreuther Reichswald ungebremst neben Lehrtafeln zur Bedeutung des Waldbodens, mit schwerstem Gerät gleichzeitig bodenschädigende Holzernte betreiben.

Wir freuen uns auf hoffentlich wieder rege Beteiligung.

Nächsten Termin zum Vormerken: So., 08.07.2018

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Das Kernteam der BI auf dem Gelände des Bodenlehrpfades Kalchreuth bei seiner letzten Begehung


 

Der Verein Nordsteigerwald lädt ein:

Herzliche Einladung ergeht an alle Waldinteressierten zum Nationalparktag am 9. Juni in Bamberg, an dem wir mit einem Stand als BI „gegen die Waldzerstörung“ und als „BundesBürgerInitative WaldSchutz“ (BBIWS) teilnehmen werden, um auf die Missstände und Schädigungen der modernen Forstwirtschaft aufmerksam zu machen und unsere Manifeste zu verteilen. Hier der Flyer und das Programm, welches sich hervorragend für die ganze Familie eignet.

 Veranstaltung: 

NATIONALPARKTAG in Bamberg (Tag der Umwelt) 

Hinweise: 

Das Naturerbe Steigerwald lädt anlässlich des Welterbejahres und dem Tag der Umwelt am 9. Juni zum Großen Nationalparktag nach Bamberg ein. 

Auf dem Maxplatz wird während der Geschäftszeit ein buntes und vielfältiges Programm geboten. 

Alle Bürger können sich rund um das Thema Nationalpark und regionale Umweltthemen informieren und mitmachen (Foto, Quiz, Aktionen, …). So können Sie Ihr nicht mehr benötigtes Handy für einen Gorilla eintauschen (Recycling-Ertrag geht an Gorilla-Stiftung) oder ein eigenes Foto-Portrait gestalten „I bims 1 Baum“ und als Wächterinnen und Wächter des Klosterwaldes auftreten. Und Sie können dort ein Eintritts-Ticket in das benachbarte Kleinod Naturkundemuseum erhalten, um dort die grandiose Multivisionsshow „Das Grüne Herz Europas“ von Berndt Fischer erleben zu können. 

Der Deutsche Umweltpreisträger 2017, Prof. Hubert Weiger, wird neben den 1. Vorsitzenden des Landesbund für Vogelschutz, Norbert Schäffer, als Hauptredner um 14 Uhr auf der Veranstaltungs-bühne erwartet. 

Auf der Bühne wird es auch einen BAM-Stadtrat-Talk mit den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat Bamberg und einen Grünen-Frauen-Power-Talk geben. Martin Neubauer bläst zusammen mit Heiko Triebener das Beste aus dem Brentano-Theater auf die Bühne und Hans Deusel mit seiner sehr beliebten Band „Big Sound Jack“ wird den Tag abschließen. 

Für Essen und Trinken (auch im Schatten) ist gesorgt. 

Die Kooperationspartner Freundeskreis Nationalpark Steigerwald, der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, das Umweltamt der Stadt Bamberg und Greenpeace sowie viele weitere Initiativen und Organisationen freuen sich auf Ihr Kommen. 

Die Veranstaltung ist ausdrücklich für Kinder geeignet, die wir herzlich gerne zum Mitmachen einladen (Spielmobil, Kreide-Baum-Blüten-Malen, …). 

Programm: 

9 Uhr Eröffnung und Der Nationalpark-Baum – Ein Kreidebaum zum Mitmalen – 

(von Doris Müller, BBK Oberfranken, Was bleibt? Bleibt was?) 

10 Uhr Percussion/Musik (Musikschule Bamberg oder andere) und Befürworter-Talk (evtl. mit MdB Lisa Badum, MdL Florian von Brunn, Volker Oppermann (Greenpeace) …) 

11 Uhr BAM-Stadtrat-Talk (mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates Bamberg) 

12 Uhr Musik (Big Sound Jack) und Multivision „Das Grüne Herz Europas“ (Naturkundemuseum) 

13 Uhr Brentano Theater (Martin Neubauer mit Heiko Triebener) 

14 Uhr Hauptreden (Umweltpreisträger Prof. Dr. Hubert Weiger und Norbert Schäffer, 1. Vorsitzender LBV Bayern) 

15 Uhr Musik (Big Sound Jack) und Multivision „Das Grüne Herz Europas“ (Naturkundemuseum) 

16 Uhr Grünen-Frauen-Power-Talk 

17 Uhr Musik (Big Sound Jack) 

18 Uhr Schluß 

Ort: 

Maxplatz, Maximiliansplatz, 96047 Bamberg 

Einlass: 

9 bis 18 Uhr, Eintritt ist frei. Alle sind herzlich willkommen. Für Kinder bestens geeignet. 

Veranstalter: 

Verein Nationalpark Nordsteigerwald e.V. 

Kontakt: 

http://www.verein-nationalpark-nordsteigerwald.de/termine/; adolf.huemmer@nordsteigerwald.de 

Karten: keine Tickets notwendig (Eintritt frei) 

Über Ihr Kommen würden wir uns freuen.

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Die Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung“ lud zur ersten 5VoR12- Wanderung am 06.05.2018 in Lauf ein.

Unter dem Motto „Der Nürnberger Reichswald – staatlicher Holzacker oder Bürgerwald und Lebensraum?“  führten die Mitglieder der Bürgerinitiative  durch den Sebalder Reichswald und zeigten am Beispiel Heroldsberger Mühlweg bei Kotzenhof/Rudolfshof die gravierenden Auswirkungen der vorallem am Holzeinschlag orientierten staatlichen Forstwirtschaft auf. Hans-Jürgen Krauß, Naturführer und Pädagoge kam mit den teilnehmenden Waldinteressierten darüber ins Gespräch, was es im Wald alles zu entdecken gibt und warum ein gesunder Wald lebensnotwendig ist – aber auch, welche massiven Schäden die industrielle Forstwirtschaft hinterlässt. Besonders im Fokus standen dabei die im Naherholungsgebiet dicht nacheinander geschlagenen Rückegassen zur Befahrung von Großmaschinen, die dadurch verursachte Zerschneidung der gewachsenen Lebensbeziehungen, der Forststraßenausbau mit den Wegrandschädigungen, die Nicht-Einhaltung der Brut- und Setzzeiten, eine insgesamt zu massive Holznutzung und die von vielen Waldbesuchern stark empfundene Beeinträchtigung des Erholungswertes seit der Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten.

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Hans-Jürger Krauß begrüßte die Waldinteressierten und erklärte die lebenswichtigen Funktionen des Waldes zur Klimaregulierung, für den Wasserhaushalt- und Filterung, zur Luftreinigung, für Artenvielfalt und Erholung, aber auch als Holzlieferant – die Frage ist nur, WIE und in welchen Mengen man ihn bewirtschaftet.

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Die zahlreichen dicht aufeinanderfolgenden Rückegassen im beliebten Naherholungsgebiet wurden von allen Teilnehmern als besonders brutale Eingriffein die Natur erlebt. Herr Krauß erörtete, was an Befahrung mit Harvestern und Forwardern zu kritisieren ist:

  • Die Rückegassen machen den Wald instabil, und auf ihren Flächen wächst kein Wald mehr nach
  • Der Waldboden wird durch sie auf Dauer verdichtet, Bodenleben wird zerstört, die Fähigkeit, Wasser zu speichern, beeinträchtigt
  • Der Transport der geernteten Bäume und die an- und abfahrenden Harvester brauchen breite Waldwege
  • Wir haben viele Beispiele gesammelt, wo die Brutzeiten der Vögel ignoriert wurden (jüngstes Beispiel: Regensburger Straße in Nürnberg)
  • Es wird nicht beachtet, dass der Wald aus Baumgesellschaften besteht. Bäume wachsen langsam, viele erreichen ein Alter von 200 bis 300 Jahren, stützen sich gegenseitig, kommunizieren sogar miteinander, bilden ein „Biotop“
  • Die Lebensgemeinschaften im Wald werden zu oft ignoriert (Beispiel Greifvögel und ihr Lebensraum um ihre Nester herum)

 

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Wie genau funktioniert ein Baum, warum ist Waldboden so kostbar, was bedeutet der Wald für unser aller Gesundheit und Erholung, wo steht das Bannwalddenkmal mit dem Zitat: „1979 wurde der Nürnberger Reichswald zum Bannwald deklariert. Dieser Wald ist aufgrund seiner Lage und seiner flächenmäßigen Ausdehnung unersetzlich und muss in seiner Substanz geschützt und erhalten werden“ und gibt es Alternativen zur derzeitigen Waldbewirtschaftung? ….. all dies und noch mehr wurden den Waldinteressierten auf anschauliche Weise erklärt.


Es wird eng für die Artenvielfalt des Waldes!

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Mächtige Bäume, die natürlich altern und absterben dürfen, sind wertvolle, selten gewordene Schutzräume für vielfältiges Leben. Noch gibt es einige wenige Prachtexemplare von ihnen, wie diese zwei jahrhunderte alten Eichen im Sebalder Reichswald nahe dem Zellerbrünnlein. Moderne industrielle Forstwirtschaft erntet immer früher Bäume im besten Alter, sodass diese kaum noch auswachsen können und infolgedessen immer seltener vorkommen werden!

Die exzessive Holznutzung in den deutschen Wäldern verhindert ein ausreichendes Angebot an Biotop- und Totholzstrukturen im Wald.

Im Rahmen der BWI³ wurden erstmalig so genannte Biotopbäume, d. h. Bäume „mit ökologisch bedeutsamen Merkmalen“ (Stammhöhlen, Bruch- und Faulstellen, Pilzkörpern etc.) erfasst. Die Zahl der tatsächlich durch eine Markierung gesicherten Biotopbäume umfasst hochgerechnet rund 982.000 Stämme. Dies bedeutet: Auf 10 Hektar Wald (alle Eigentumsarten) kommt bundesweit im statistischen Mittel lediglich ein einziger markierter Biotopbaum vor! Naturschutzfachlicher Standard wären mindestens 5 bis 10 solcher Biotopbäume auf einem Hektar.

Eine Idee zum Nachdenken:

Warum eigentlich einen Baum pflanzen, wenn ein wertvoller alter sinnlos dafür eingeschlagen wird? Wir brauchen Holz zur Verwertung. Aber das heißt nicht, dass wir die Wälder wie Holzäcker behandeln dürfen. Holz ist ein wertvoller Rohstoff, mit dem wir bewusst umgehen müssen. Wer die Karst- und Wüstengebiete der Welt kennen gelernt hat, der weiß den Wald zu schätzen und zu schützen. Auch wenn Holz aus der Natur kommt, bedeutet das nicht, dass eine ständige Steigerung der Entnahmen ökologisch gut ist. Im Gegenteil. Der Wald ist nur dann ein großer CO2 Speicher, wenn er viele alte Bäume hat. Schlägt man das Holz ein und verbrennt es, dann wird das CO2 freigesetzt. Nur in langlebigen Produkten bleibt der CO2 Speicher erhalten.

 

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Wieviel wertvollen Schutz- und Lebensraum ein solch alter Baum doch bieten kann!


Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung

 „Waldbewirtschaftung und Klimaschutz“

 Alle 4 Sekunden wird weltweit ein Wald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört, und das in einer Zeit in der die verantwortliche Politik händeringend nach Lösungen sucht, um die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Klimaziele – unter Berücksichtigung einer deutlichen Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) – zu erreichen.

 Das renommierte Freiburger Ökoinstitut wurde von Greenpeace mit einer Umweltstudie beauftragt, deren Ergebnisse einen direkten Zusammenhang zwischen der Waldbewirtschaftung und dem Klimaschutz darstellen.

Dazu wurden 3 Szenarien in einem Computer Simulationsmodell abgebildet und bewertet:

  1. Basisszenario, d.h. die derzeitige Waldbewirtschaftung mit dem damit verbundenen Holzeinschlag wird wie bisher weitergeführt (siehe Bild unten);
  2. Holzszenario, d.h. die Waldbewirtschaftung wird nochmals intensiviert um damit die Holzausbeute deutlich zu erhöhen (Holzmenge und Häufigkeit des Holzeinschlags);
  3. Szenario „Waldvision“,h. eine ökologische Waldbewirtschaftung nach dem Lübecker Modell (Schutz ökologisch wertvoller Wälder, Bewirtschaftung der restlichen Wälder naturnah und ökologisch).

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Wichtige Randbedingungen für die Durchführung dieser Studie waren in diesem Zusammenhang  die Ergebnisse aus den Bundeswaldinventuren von 2002 und 2012, der zugrunde gelegte Waldentwicklungszeitraum von 2012 bis 2102, sowie die Entwicklung des Holzvorrats, die Baumartenzusammensetzung und das Alter der Bäume (Stammdurchmesser).

Die Ergebnisse dieser Studie sind mehr als  bemerkenswert, denn sie zeigen, dass auf der Basis des Szenarios „Waldvision“ die erreichbare  CO2- Speicherkapazität der Wälder 3  mal so hoch wäre unter der Voraussetzung, dass diese ökologisch bewirtschaftet würden.

Fazit:Die Wälder hätten damit das Potenzial einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele zu leisten. Die Voraussetzung dafür wäre aber ein Umdenken (Waldwende) in der aktuellen Bewirtschaftung mit dem Fokus auf einen maximalen Holzertrag hin zu einer ökologischen und naturnahen Waldbewirtschaftung. Damit wäre man in der aktuellen Diskussion über die Luftschadstoffe CO2, NOx und Feinstaub einen entscheidenden Schritt weiter und dem Naturschutz sowie der Erholungsfunktion des Waldes würde auch Rechnung getragen.

Herbert Fahrnbauer   


Hier noch ein Gruß von unserem, inzwischen 80-jährigen, aber immer noch sehr engagierten und kämpferischen Forstexperten Gotthard Eitler aus Bayreuth, der damals das Waldsterben  aufgedeckt hat und inzwischen vom „Waldfrevel“ spricht. Er ist uns sehr verbunden und stellt uns alle seine Recherchen und Werke gerne zur Verfügung, bietet jede Unterstützung an und freut sich über unser erfolgreiches Wirken bis auf Bundesebene. Siehe auch unter der Rubrik EXPERTEN:

An die Freunde im Raum Nürnberg!

Bitte lasst Euch nicht unterkriegen, denn wir sind auf dem richtigen Weg! Es ist sehr schwer, gute Veränderungen herbeizuführen! Wir sind das aber unseren Kindern und Enkeln schuldig! Mit allen guten Wünschen und Grüßen aus Bayreuth,

Gotthard Eitler

Hier noch ein  Artikel über ihn aus dem Nordbayerischen Kurier vom 30.05.2018

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/ex-stadtforster-gotthard-eitler-wird-80_570504



Manifest zum Wald in Deutschland jetzt auch über uns als gedruckte Broschüre bestellbar

(50 Cent Schutzgebühr, zzgl. Porto)

Die BBIWS (BundesBürgerInitiativeWaldschutz) stellt ihre erste Broschüre mit reicher Bilddokumentation zum Download bereit. Im „Manifest zum Wald in Deutschland“ formuliert die bundesweite Bürgervereinigung ihre Kritik und ihre Forderungen zur aktuellen Bewirtschaftung der Wälder in Deutschland.

Wenn Sie die Broschüre postalisch erhalten möchten, senden Sie bitte eine e-mail an unsere Adresse

info@bi-gegen-die-waldzerstoerung.org

 unter Angabe Ihrer Adresse.

Ausdrucken und Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht!

Manifest zum Wald in Deutschland pdf
Adobe Acrobat Dokument 6.1 MB (Link unten zum Download bitte anklicken)

Alternativer Waldzustandsbericht der Naturwald Akademie


(Veröffentlicht am „Tag des Baums“ 25.4.2018)

„Deutschlands Wäldern geht es schlecht“ … „Besorgniserregende Verarmung der Waldökosysteme“

https://naturwald-akademie.org/alternativer-waldzustandsbericht


Wenn Wälder wieder wachsen


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