5 vor 12 Wanderung am 08.07. in Bamberg

Nach unseren ersten beiden 5 vor 12 – Wanderungen ist der nächste Termin zur Unterstützung der  BI für den Hauptsmoorwald vorgesehen, die sich intensiv gegen die Zerstörung des dortigen Waldes für ein Gewerbegebiet einsetzt.

Die Thematik der Bayern- und bundesweiten Flächenversiegelung beschäftigt immer mehr besorgte Bürger. Allein in Bayern wurden 2015 täglich eine Fläche von 25 Fußballfeldern zugebaut, Tendenz steigend. Selbst innerhalb der CSU bilden sich Gruppierungen, welche diese Landverschwendung kritisieren.

Tragisch wird es dann, wenn wie in Bamberg landschaftlich wertvolle Areale geopfert werden sollen.

Aus diesem Grund sind alle Unterstützer eingeladen, zusammen mit uns am So, 08.07. um 14.00 Uhr bei der Sonntagsspaziergang-Demo mit zu machen und sich für den Schutz des Hauptsmoorwaldes einzusetzen.

Folgenden Link bitte für Details anklicken:

FLYER Hauptsmoorwald Demo_web

Die Bundesbürgerinitiative (BBIWS) hat hierzu folgenden Brief an das Baureferat der Stadt Bamberg geschickt (Link bitte anklicken):

BBIWS Stellungnahme Bamberg Gewerbegebiet Hauptsmoorwald Bebauungsplanverfahren Nr 429


Teilnahme der BI Gegen die Waldzerstörung und BBIWS mit einem Stand am Nationalparktag in Bamberg am 09.06.2018

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Eckhard Schulz, Herbert Fahrnbauer, Claudia Blank von der (BI gegen die Waldzerstörung und BBIWS) und Silvia Roelcke (BBIWS) nahmen in Bamberg am Nationalparktag mit einem Stand teil.

Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) zeigte damit gemeinsam mit der bayerischen BI Gegen die Waldzerstörung zum zweiten Mal Flagge bei einer Veranstaltung des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald in Bayern. Die BBIWS verteilte ihr brandneu als Broschüre mit reicher Bebilderung gedrucktes „Manifest zum Wald in Deutschland“, das mit einem Vorwort von Deutschlands bekanntesten Förster, Buchautor und Leiter der Waldakademie Peter Wohlleben versehen ist.

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Per Diashow wurden auf einem großen Flachbildschirm fortlaufend Bilder der aktuellen Waldwirtschaft mit den von ihr verursachten Wald- und Bodenschäden präsentiert.

Um die der BBIWS angeschlossenen Waldschützer des Hauptsmoorwaldes bei Bamberg, zu unterstützen, waren deren Unterschriftenlisten gegen ein dort geplantes Gewerbegebiet mit geplanten massiven Abholzungen ausgelegt.

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Auf dem Plakat Waldimpressionen, wie sie vielen noch aus der Kindheit vertraut sind…

… und heute sieht es in den öffentlichen Wäldern häufig so aus!

Höhepunkt der Veranstaltung waren die mit klaren Worten einen Nationalpark Steigerwald fordernden Reden des Vorsitzenden des BUND, Prof. Hubert Weiger, und des Vorsitzenden des LBV (Landesbund für Vogelschutz = der bayerische NABU), Dr. Norbert Schäffer.

Bei strahlendem Sonnenschein konnten sich die Besucher des Nationalparktags umfassend informieren.

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Die Vertreter der BBIWS und der BI gegen die Waldzerstörung standen allen Besuchern Rede und Antwort zu drängenden Fragen, konnten selbst neue Kontakte knüpfen und bereits bestehende vertiefen.

Die BBIWS überreichte den beiden Hauptrednern Prof. Hubert Weiger (BUND) und Dr. Norbert Schäffer (LBV), dem Waldreferenten des BUND Naturschutz Dr. Straußberger, dem Waldexperten von Greenpeace-München Volker Oppermann sowie vielen anderen Naturschützern ihr kritisches „Manifest zum Wald in Deutschland“.

Alles in allem ein gelungener Aktionstag für die Ausweisung des Nationalparks Nordsteigerwald und den Schutz unserer Wälder vor Raubbau!

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Besonders gefiel uns die Idee von beschrifteten gespannten Fähnchen, auf die Waldfreunde jeweils geschrieben hatten, warum ihnen der Wald wichtig ist.
Insgesamt war es ein bunter Tag mit vielen Eindrücken, Kontakten und Inspirationen. Wir freuen uns schon auf die Möglichkeit, am Tag der Regionen im Herbst dabeizusein. Beim diesjährigen Reichswaldfest im Juli, welches vom BN ausgerichtet wird, haben wir mit der BBIWS leider eine Absage bekommen. Umso wichtiger ist es uns, hier zeitnah mit Richard Mergner, dem Vorsitzenden des BN in Bayern und Nachfolger von Hubert Weiger ein Gespräch zu führen, wie wir einen gemeinsamen Nenner finden können.

Claudia Blank


 

Flächenverbrauch geht ungebremst weiter

Aber nicht nur im „fernen“ Bamberg besteht die Problematik der Flächenversiegelung, auch im benachbarten Wendelstein sind Rodungen für weitere Gewerbegebiete vorgesehen.

Stefan Pieger, seines Zeichens 1. Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Wendelstein, hat im lokalen Magazin Meier folgenden Artikel veröffentlicht (Link bitte anklicken):

https://www.meier-magazin.de/article/flaechenverbrauch-geht-ungebremst-weiter/3746

 


 

Unser BI-Mitglied Herbert Fahrnbauer hat im Reichswaldblatt

folgenden Artikel über den Zusammenhang zwischen

Waldbewirtschaftung und Klimawandel verfaßt:

 

Bürgerinitiative „gegen die Waldzerstörung

 „Waldbewirtschaftung und Klimaschutz“

 Alle 4 Sekunden wird weltweit ein Wald von der Größe eines Fußballfeldes zerstört, und das in einer Zeit in der die verantwortliche Politik händeringend nach Lösungen sucht, um die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Klimaziele – unter Berücksichtigung einer deutlichen Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) – zu erreichen.

 Das renommierte Freiburger Ökoinstitut wurde von Greenpeace mit einer Umweltstudie beauftragt, deren Ergebnisse einen direkten Zusammenhang zwischen der Waldbewirtschaftung und dem Klimaschutz darstellen.

Dazu wurden 3 Szenarien in einem Computer Simulationsmodell abgebildet und bewertet:

  1. Basisszenario, d.h. die derzeitige Waldbewirtschaftung mit dem damit verbundenen Holzeinschlag wird wie bisher weitergeführt (siehe Bild 1);
  2. Holzszenario, d.h. die Waldbewirtschaftung wird nochmals intensiviert um damit die Holzausbeute deutlich zu erhöhen (Holzmenge und Häufigkeit des Holzeinschlags);
  3. Szenario „Waldvision“,h. eine ökologische Waldbewirtschaftung nach dem Lübecker Modell (Schutz ökologisch wertvoller Wälder, Bewirtschaftung der restlichen Wälder naturnah und ökologisch).

Wichtige Randbedingungen für die Durchführung dieser Studie waren in diesem Zusammenhang  die Ergebnisse aus den Bundeswaldinventuren von 2002 und 2012, der zugrunde gelegte Waldentwicklungszeitraum von 2012 bis 2102, sowie die Entwicklung des Holzvorrats, die Baumartenzusammensetzung und das Alter der Bäume (Stammdurchmesser).

Die Ergebnisse dieser Studie sind mehr als  bemerkenswert, denn sie zeigen, dass auf der Basis des Szenarios „Waldvision“ die erreichbare  CO2- Speicherkapazität der Wälder 3  mal so hoch wäre unter der Voraussetzung, dass diese ökologisch bewirtschaftet würden.

Fazit:Die Wälder hätten damit das Potenzial einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele zu leisten. Die Voraussetzung dafür wäre aber ein Umdenken (Waldwende) in der aktuellen Bewirtschaftung mit dem Fokus weg von einem maximalen Holzertrag hin zu einer ökologischen und naturnahen Waldbewirtschaftung. Damit wäre man in der aktuellen Diskussion über die Luftschadstoffe CO2, NOx und Feinstaub einen entscheidenden Schritt weiter und dem Naturschutz sowie der Erholungsfunktion des Waldes würde auch Rechnung getragen.


 

Zum Abschluss dieser Aktualisierung noch ein höchst informativer

Artikel von unserem BI-Mitglied Claudia Blank über Waldameisen:

 

Waldameisen – bedrohte Helfer des Waldes!

Wir alle kennen Ameisen, sei es im Wald, auf der Wiese, im Garten oder auch im Haus. Aber die wenigsten Menschen kennen die Aufgaben der Tiere und das Zusammenspiel in der Natur. Leider scheinen auch die Waldameisen in den letzten Jahren im Zuge der modernen Forstwirtschaft immer mehr aus den Wäldern zu verschwinden.

Im Nürnberger Reichswald nahe dem Zellerbrünnlein gibt es einen Weg, der früher an zahlreichen Ameisenhügeln vorbei führte. Man nannte den Weg auch „Ameisenweg“, da sich dort ein Hügel an den anderen reihte. Jetzt gibt es dort noch einen Einzigen! (Siehe Fotos Claudia Blank privat), der unmittelbar neben einer Rückegasse liegt. Auch an diesem besagten Weg wurden in den letzten Jahren eng nacheinander systematisch Schneisen durch schwere Forstmaschinen geschlagen und der Waldboden verdichtet. Wenn man bedenkt, dass Waldameisen streng geschützt sind, stellt sich die Frage, wo all die Hügel hingekommen sind! Sollten diese tatsächlich überfahren worden sein, wäre dies nicht nur eine Untat, sondern auch strafbar. Normalerweise müsste ein Ameisenheger vor einer Durchforstung die Hügel professionell umsetzen. Ob dies geschehen ist, lässt sich allerdings bezweifeln.

Hier noch ein paar erstaunliche Fakten über Waldameisen.

Wusstet Ihr dass:

Ameisenköniginnen ca. 20 Jahre alt werden, sich in ihrem ganzen Leben aber nur einmal paaren?

Nur die Königin für Nachwuchs sorgt?

Arbeiterinnen 5-6 Jahre alt werden?

In Deutschland 111 verschiedene Ameisenarten vorkommen, aber nur 13 heimische Waldameisenarten auffällige Hügel bauen?

In einem großen Waldameisennest mehr als eine Million Arbeiterinnen leben können?

Aber eine Million Arbeiterinnen nur ca. 7 Kilo schwer sind?

Manche Waldameisennester nur eine Königin enthalten, andere jedoch mehrere hundert Königinnen?

Eine Waldameisenarbeiterin etwa das 40-fache ihres Eigengewichtes tragen kann?

Ein großes Waldameisenvolk an einem Tag bis zu 100.000 Beutetiere verzehren kann?

Mehr Informationen zu den faszinierenden Tieren von Ameisenhegerin Sandra Kraus aus dem Saarland unter:
https://www.schuetzt-den-pfaelzerwald.de/waldameisen-bedrohte-helfer

Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören?

Dalai Lama, Interview mit Franz Alt, 2004

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